Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist Standesorganisation, Wirtschaftsverband und Interessenvertretung des SHK-Handwerks in Deutschland (english version).

Der Zentralverband ist der größte nationale Verband in der Europäischen Union für die Planung, den Bau und die Unterhaltung gebäudetechnischer Anlagen mit einem Schwerpunkt in der Energie- und Wassertechnik.

Im deutschen SHK-Handwerk erarbeiteten im Jahr 2015 mehr als 52.000 Handwerksbetriebe mit über 340.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 39,5 Mrd. Euro. Die 25.000 Innungsbetriebe erwirtschafteten mit ihren 215.000 Beschäftigten fast zwei Drittel des Gesamtumsatzes.

Die Kernthemen im SHK-Handwerk sind "Demografie" und "Energiewende". Konkret geht es um altersgerechtes Bauen und um effizientes Heizen.

So hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berechnet, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 zusätzlich 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Mrd. Euro benötigt werden. Das Bad ist dabei einer der Schlüsselwohnbereiche für ein selbstständiges Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden.

Parallel dazu wird es die von der Politik gewünschte und von der Gesellschaft akzeptierte Energiewende ohne den Wärmemarkt und ohne die Effizienzsteigerung im Heizungskeller nicht geben. Rund zwei Drittel der Heizungsanlagen sind technisch veraltet. Würde dieser veraltete Bestand energetisch modernisiert, könnten rund 15 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs eingespart werden.

Ob altersgerechtes Bauen oder effizientes Heizen: das SHK-Handwerk spielt in puncto Zukunftssicherung und Versorgungssicherheit jetzt schon eine ganz wesentliche Rolle im Markt. Dies ergab eine repräsentative Trendbefragung von TNS Emnid im September 2014 unter 1.023 Immobilienbesitzern in Deutschland. Wenn es um den Kauf eines neuen Bades oder einer neuen Heizungsanlage geht, dann liegt der Fachhandwerker als Bezugsquelle mit 89 Prozent und großem Abstand an erster Stelle. Danach folgen die Baumärkte (27 Prozent), Ausstellungen/Messen (23 Prozent) und das Internet (12 Prozent).

Die stärksten Wachstumsimpulse sind weiterhin vom Sanierungs-, Kundendienst und Wartungsgeschäft in den Segmenten Bäder und Heizungen zu erwarten. Die Investition in Wohneigentum bleibt aufgrund niedriger Zinsen, steigender Mieten und hoher Arbeitsplatzsicherheit attraktiv.

SHK-Innungs- und Nichtinnungsbetriebe im Vergleich

Die nachfolgenden Werte beruhen auf der ZVSHK-Strukturanalyse SHK-Handwerk 2014, in die wiederum Daten aus der Handwerkszählung Statistisches Bundesamt von 2011, sowie aus der Mitgliederstatistik des ZVSHK 2013 eingeflossen sind.

InnungsbetriebeNichtinnungsbetriebe
SHK-Beschäftigte215.066128.181
Gesamtumsatz23,4 Mrd. €14,3 Mrd. €
Organisationsgrad (ohne Soloselbständige)64 %
Beschäftigtenzahl je Betrieb8,94,6
Umsatz je Betrieb965.855 €514.343 €
Auftragsreichweite (Wochen)> 9< 8
Anzahl der Betriebe24.59227.345
Ausbildungsquote61,4 %6,1 %

18,8 % der Inhaber eines Innungsbetriebs haben einen Fachhochschulabschluss (SHK-Betriebe gesamt 11 %), 6,2 % besitzen einen Hochschulabschluss.

Quelle: ZVSHK-Strukturanalyse SHK-Handwerk 2014, auf Basis Handwerkszählung Statistisches Bundesamt von 2011 und Mitgliederstatistik des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) 2013