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Digitalisierung im SHK-Handwerk

Die digitale Agenda des ZVSHK zur Situation im SHK-Handwerk mit konkreten Projekten, unterstützenden Maßnahmen und verlinkten Informationen für Betriebe.

Die fortschreitende Digitalisierung verändert Kundenverhalten, Arbeitsprozesse und Märkte.

SHK 4.0 – Herausforderungen der Digitalisierung für das SHK-Handwerk

Digitalisierung bezeichnet im ursprünglichen Sinn das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate. Diese Daten lassen sich informationstechnisch verarbeiten.

Daten sind der Treibstoff der digitalen Wirtschaft. Ihre Nutzung hat erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft. Die dynamische Entwicklung der Digitalisierung erlaubt einfachere und schnellere Kommunikation, verändert und flexibilisiert die Arbeit und verschafft einen breiten und autonomen Zugang zu Informationen. Gleichzeitig sorgt die Fortentwicklung der Speicher- und Prozessortechnik dafür, dass immer größere Datenmengen verarbeitet und genutzt werden können. Aus der Verknüpfung von Daten können neue Dienstleistungen entstehen. Mobiles Internet, Cloud-Computing und Social Media verändern Geschäftsprozesse und werden für neuartige Angebote genutzt. Neue Anbieter mit ausgeprägter Digitalisierungsstrategie verändern den Markt und das Wettbewerbsumfeld.

Chancen für SHK-Betriebe

Diese unumkehrbare und nicht aufzuhaltende Entwicklung stellt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen, bietet ihnen aber zugleich enorme Chancen hinsichtlich neuer Dienstleistungen und der Optimierung von Geschäftsprozessen.

Die SHK-Fachorganisation unterstützt die Betriebe bei dieser Aufgabe unter Beachtung der unternehmerischen Freiheiten des Einzelnen und der Möglichkeiten, die sich durch die Interessenbündelung in der Solidargemeinschaft ergeben.

Digitale Wirtschaft – SHK-Handwerk 4.0

Wie sieht das Geschäftsmodell der SHK-Mitgliedsbetriebe in einer zunehmend digitalen Welt aus? Welche Faktoren gilt es zu berücksichtigen?

  • Geschäftsprozesse effizienter gestalten
    Digitalisierung macht Informationen schnell und ortsunabhängig verfügbar. Die damit einhergehende Transparenz und Vergleichbarkeit muss bei der zukünftigen Gestaltung der Geschäftsprozesse berücksichtigt werden. SHK-Betriebe müssen in die Lage versetzt werden, bestehende Geschäftsprozesse durch Digitalisierung effizienter zu gestalten (Bestellungen, Angebotserstellung, Abrechnung, Kalkulationsmodelle, Produkt- und Lieferantenvergleiche, etc.).
  • Verbesserte Kundenansprache
    Digitalisierung ermöglicht eine einfachere und verbesserte Kundenansprache. Dies erleichtert neuen Anbietern mit ausgeprägter Digitalisierungsstrategie den Markteintritt. Um im Wettbewerb bestehen zu können bzw. überhaupt wahrgenommen zu werden (Online-Sichtbarkeit bzw. Suchmaschinenranking), müssen alle Marktteilnehmer die Vorteile der digitalen Kundenansprache diskriminierungsfrei nutzen können. Wettbewerbsparameter der rein digitalen Anbieter sind zu analysieren (Kundenerlebnis, Reaktionszeiten auf der einen, persönlicher Kontakt, langjährige Kundenbeziehung, etc. auf der anderen Seite) und die Ergebnisse in die Geschäftsmodelle der traditionellen Anbieter zu integrieren.
  • Digitalisierte Wertschöpfungsketten verändern Vertriebswege
    Wertschöpfungsketten werden zunehmend durchdigitalisiert. Diese Transformation und Vernetzung aller Vertriebsstufen einschließlich der Endabnehmer führt zu massiven Veränderungen bisheriger Wertschöpfungsstrukturen bis hin zur Auflösung des klassischen Vertriebswegs.
  • Daten für Vertriebsaktivitäten nutzen
    Das SHK-Handwerk muss den Mehrwert zunehmender Datenverfügbarkeit nutzen (BIG DATA). Die Verwendung von Daten wirkt sich zunehmend entscheidend auf die Wertschöpfung aus. Es gilt, die datengestützte Kundenkenntnis zu erhöhen und bewerten, welche Daten auf das operative Geschäft einzahlen und wie diese genutzt werden können (Online-Marketing, Angebotskonfiguratoren, Augmented Reality, Vergleichsportale, neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen, maschinengenerierte Daten). Dafür ist der diskriminierungsfreie Zugang zu markt- und geschäftsprozessrelevanten Daten notwendig/sicherzustellen (z.B. Zugang zu Geräte- und Nutzerdaten).
  • Smarte Technologien
    Physische und digitale Welt wachsen zusammen. Intelligente Netze und Gebäude werden Verbrauchern eine bessere Steuerung des Energieverbrauchs ermöglichen und sind zur Erreichung der klimapolitischen Ziele unverzichtbar. Gebäudetechnik kann vor diesem Hintergrund nicht mehr losgelöst vom vernetzten Gesamtsystem (Intelligentes Gebäude) betrachtet werden. Hierzu bedarf es uneingeschränkt interoperabler, intelligenter Gebäude-, System- und Anlagenlösungen. Verbesserte Portabilität von Daten kann wettbewerbsgetriebene Innovation stärken. Zielgenaue Schnittstellendefinitionen, Festlegung von Datenpunkten, stärkere Berücksichtigung von Stromanschlüssen und Nachrüstmöglichkeiten sind erforderlich.
  • Autonome Gebäudetechnik
    Die Autonomisierung der Gebäudetechnik, das bedeutet die Fähigkeit der Maschinen, sich selbst zu organisieren, zu optimieren und Fehler zu beheben, ist nur eine Frage der Zeit. Dies führt zu einem teilweisen Wegfall des Wartungsgeschäfts.
  • Veränderte Arbeitswelt
    Auch die Arbeitswelt ist vom digitalen Wandel massiv betroffen. Zum einen müssen neue Kompetenzen aufgebaut und vermittelt werden. Insbesondere sind hier Anwendungs-Know how sowie Kenntnisse zu Datenschutz und Sicherheit zu nennen. Zum anderen werden neue Arbeitsformen das Arbeiten flexibler und effizienter gestalten (BIM, Beratungs- und Planungs-Apps, Assistiertes Arbeiten (Datenbrillen, Sensorik, Augmented Reality, 3D-Druck, etc.).

SHK-Organisation unterstützt die Betriebe auf diesem Weg

Mehrwert für Mitgliede

In Anlehnung an die Wertschöpfungskette des SHK-Handwerks wurden bisher folgende Projekte im Rahmen der Digitalisierung des SHK-Handwerks umgesetzt:

Werbung/Akquise:

Beratung/Planung:

Materialdisposition:

Unternehmensführung:

  • Kalkulationsleitfaden

Arbeitsvorbereitung:

Verwaltung:

  • Online-Plattform Formularmustermappe und baurechtliche Musterschreiben
  • Software „Bankengerechte Unternehmenspräsentation“
  • Software „Deckungsbeitragsrechnung“

Interessensvertretung des SHK-Handwerks:

In der Diskussion:

  • Online-Händler (Amazon, Ebay, Reuter & Co., etc)
  • Angebotskonfiguratoren (Thermondo & Co., Vaillant HeizungOnli-ne, Viessmann Heizungsrechner, etc.)
  • Angebote des Großhandels (GC Elements A, R+F Heizungsfinder, R+F VR-Brilleneinsatz, etc.)

Digitalisierung der SHK-Organisation

Moderne Verbandsarbeit begleitet die digitale Entwicklung nicht nur für die Mitglieder. Sie nutzt die Chancen, die sich durch vereinfachten und schnelleren Informationsaustausch ergeben. Dies bedeutet insbesondere den Ausbau der digitalen Geschäftsstelle, einen verstärkten Einsatz sozialer Medien und digitaler Kommunikation sowie eine Optimierung der Content Management-Strategie. Digitales Lobbying ist genauso Bestandteil der zukünftigen Verbandsarbeit wie die Konzeption und das Angebot digitaler Mehrwert- und Dienstleistungen.

Schritte, die der ZVSHK hierzu in den letzten Jahren unternommen hat:

  • ZVSHK in den Sozialen Netzwerken
  • Implementierung der "Eckring-App"
  • Vorbereitende Arbeiten zum Portal "wasserberater.de"
  • Implementierung eines modernen Customer Relationship Management-Systems (CRM)
  • Extranet, einschließlich SHKBufaOnline

Stand: Januar 2018
 

Weitere Informationen: