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Standpunkte des ZVSHK

ZVSHK zur EnEV

Verabschiedung der Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 16. Oktober 2013

Der Bundesratsbeschluss zu den Austauschfristen alter Heizkessel ist zunächst eine folgerichtige Fortschreibung der bisherigen Regelung. Die EnEV sieht die Erneuerung eines Heizsystems nach 30-jähriger Nutzungsdauer als generell wirtschaftlich an. Diese Tatsache dürfte wohl unstreitig sein. Vor allem für selbstgenutzte Wohnimmobilien fehlen aber immer noch verlässliche Rahmenbedingungen, die für Investitions- und Planungssicherheit sorgen, sowie ausreichende Anreize. Das Scheitern der steuerlichen Förderung, die unstete Ausstattung der CO2-Gebäudesanierungsprogramme und die zunehmende Komplexität und Bürokratisierung der KfW-Förderprogramme haben für die wachsende Verunsicherung der Immobilienbesitzer und in der Folge für die Stagnation der Sanierungsquote gesorgt. Nach Auffassung des ZVSHK müssen Sanierungsmaßnahmen flexibel einsetzbar sein, um den Eigentümern Entscheidungsspielräume unter Abwägung der wirtschaftlichen, finanziellen, demografischen und lebenswirklichen Bedingungen zu ermöglichen. Ob ein Zwang zur Heizkesselsanierung die Verunsicherung bei den Investoren auflösen wird, ist noch zu beweisen. Gespannt darf man auch darauf sein, wie die Ländervertreter den Vollzug in ihren Bundesländern organisieren wollen. Eine einheitliche Linie ist derzeit nicht erkennbar.

Link zur Pressemitteilung der Bundesregierung: