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Standpunkte des ZVSHK

Statementdienst 09/2012

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), zur Energiewende

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes SHK

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes SHK

Der ewige Energiegipfel

St. Augustin, 7. November 2012 - Anfang November haben sie wieder getagt, die Vertreter aus Bund und Ländern. Es ging erneut um die Energiewende. Nichts gegen Spitzentreffen und Gipfelgespräche. Wichtige Entscheidungen müssen gründlich erörtert werden. Entscheidend ist vielmehr, dass der Kern des Anliegens bestehen bleibt – quasi die DNA der Idee. Für einen Beschluss gilt das immer weniger: die Energiewende. Der ewige Zick-Zack-Kurs über Umsetzung und Gestaltung nervt und irritiert viele Bundesbürger. Vertrauen geht verloren. Nur noch knapp die Hälfte der Bundesbürger unterstützen die Energiewende – auch bei höheren Kosten. Ein Jahr vorher waren es noch zehn Prozent mehr. Das ergab eine im September veröffentlichte Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Ein Grund ist sicher, dass die Energiediskussion längst zu einer Strom- bzw. Strompreisdiskussion verkommen ist. Die Themen „Energiesparen“ und „Energieeffizienz“, ehemals als Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Energiewende beschrieben, stehen schon lange nicht mehr im Fokus der Diskussion.

Daran hat auch der x-te Energiegipfel unserer Kanzlerin mit ihren Landesfürsten Anfang November nichts geändert. Denn erneut standen Partikularinteressen im Fokus. Selbst Peter Altmaier, unser oberster Umweltschützer, beschwerte sich unlängst über die „17 Energiewenden“. Die Interessen der Länder liegen dabei auf der Hand. Denn die Energiewende bringt Geld und Jobs, wenn beispielsweise Windanlagen ohne Ende gebaut werden, ohne Rücksicht darauf, ob der Strom tatsächlich benötigt wirkt.

Und die Themen „Energieeffizienz“ und „Energiesparen“? Ideen und Konzepte gibt es. Beispielsweise vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: Steueranreizsysteme, Abwrackprämie für veraltete Heizkessel, Förderung von Energiechecks, Effizienzdarlehen gespeist aus einem Effizienzfonds. Anstatt dauernd in luftiger Höhe zu tagen, sollten sich die Gipfelseilschaften erst einmal im Basislager um die Dinge kümmern, die effizient und schnell umsetzbar sind. Und die vor allem das Vertrauen der Menschen in die Politik und die Energiewende in unserem Land zurückgewinnen.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von über 52.500 Handwerksbetrieben mit 334.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerks lag 2011 bei 35,6 Milliarden Euro. Rund 360.000 Komplettbäder haben die Innungsbetriebe des SHK-Handwerks 2011 verkauft und eingebaut. Knapp ein Drittel der Komplettbadsanierungen wurde barrierefrei installiert.


Ansprechpartner für Rückfragen: Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK, Fon: 02241 9299-114, Mobil: 0151 24156979, E-Mail: f.ebisch(at)zvshk.de