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Pressemitteilung

4/2016 Handwerk vergibt Architekturpreis "Energie + Architektur"

Erster Preis für die Generalsanierung und Aufstockung eines Wohnhauses zu einem Energieeffizienzhaus in Pforzheim

Foto: Dietmar Strauß

Foto: Dietmar Strauß

Foto: Dietmar Strauß

Foto: Dietmar Strauß

Foto: Brigida González

Foto: Bruno Klomfar

Foto: Frieder Blickle

Foto: Cela de Coca

Foto: Stefan Müller-Naumann

Foto: Wolfgang Scheide

Berlin/St. Augustin, 19. April 2016 Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) kürte in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) am Dienstag in Berlin den Gewinner des Europäischen Architekturpreises 2015 „Energie + Architektur“. Die Auslobung stand unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Der zum vierten Mal vergebene Preis geht an die Freivogel Mayer Architekten aus Ludwigsburg. Das Architektenbüro überzeugte die Jury, unter Leitung des Präsidenten des BDA Heiner Farwick, mit der Generalsanierung und Aufstockung eines Wohnhochhauses zu einem Energieeffizienzhaus.  

„Das Projekt zeigt in eindrucksvoller Weise, wie die Überformung vorhandener Wohngebäude nicht nur zu verbesserter Wohnqualität führt, sondern vor allem eine beispielgebende energetische Aufwertung gelungen ist“, lautet eine der Begründungen für die Preisvergabe der Jury. Neben der hochwertigen thermischen Gebäudehülle zeigen die Komponenten aus fassadenintegrierten Absorberflächen und Eisspeicher als Energiepuffer, Niedertemperaturheizsystem mit Deckenstrahlplaetten, kontrollierte Wohnungslüftungen und eine Kleinwindkraftanlage sowie Fotovoltaikmodule zur Eigenstromerzeugung ein ausgefeiltes Energiesystem für Wohngebäude der Zukunft.    

Der ZVSHK will mit dem von ihm ausgeschriebenen Architekturpreis die immer bedeutsamer werdenden Zusammenhänge von Gestaltung, Planung und Ausführung energetischer Bauvorhaben aufzeigen. „Nie war unser Architekturpreis „Energie + Architektur“ so bedeutsam und aktuell wie heute. Denn er dokumentiert eindrucksvoll die Erfolgsformel für zukunftsfähige Gebäude: das eng abgestimmte Zusammenwirken von Architekten, Planern und Handwerkern.“, betonte ZVSHK-Präsident Manfred Stather auf der Preisverleihung in Berlin. Außerdem soll die Auslobung Anregung und Motivation geben, die Potenziale der integrativen und nachhaltigen Planung zu entdecken und zu realisieren.  

Es haben sich Architekten aus Deutschland, Österreich und Luxemburg mit insgesamt 50 Objekten aus sechs europäischen Ländern für die Teilnahme beworben. Neben dem Preisträger erhalten zwei Objekte eine Auszeichnung und vier weitere Einreichungen eine Anerkennung und eine Urkunde.  

Der Architekturpreis wurde unterstützt von CWS-boco Deutschland GmbH, Oventrop GmbH und Co. KG und Viessmann Werke GmbH & Co. KG.

Weitere Informationen zur Auslobung, zu den Ergebnissen und der Preisverleihung finden Sie in der Dokumentation zum Europäischen Architekturpreis. Die Fotos zu allen prämierten Objekten stehen unter folgendem Link http://wasserwaermeluft.de/_transfer/Europaeischer_Architekturpreis_2015.zip (Benutzername: ZVSHK, Passwort: Download2016) zum Download bereit.
Bildquelle Preisträger: Dietmar Strauß


KURZBESCHREIBUNGEN DER PRÄMIERTEN OBJEKTE

Nachfolgend werden die sechs weiteren prämierten Einreichungen kurz beschrieben.    

Auszeichnungen  

Hof 8 – Umnutzung und Umbau einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofanlage in Weikersheim-Schäfersheim, Rolf Klärle, freier Architekt BDA, Bad Mergentheim
Die Hofanlage wurde durch eine Sanierung vor dem Abriss bewahrt und ist ein herausragendes Beispiel für den Erhalt ländlicher Strukturen. Durch die Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung, die Verbesserung der Gebäudehülle und die Integration regenerativer Energiesysteme entstand ein Plusenergiehof. Die Nutzung des Hofes besteht aus Wohnungen, einer Praxis und Büro- und Veranstaltungsräumen.
Foto: Brigida González  

Illwerke Zentrum Montafon in Voralberg in Österreich, Architekten Hermann Kaufmann ZT GmbH, Schwarzach/Österreich
Das Illwerke Zentrum Montafon (IZM) ist das neue Verwaltungsgebäude des Vorarlberger Stromerzeugers. Es war bei seiner Fertigstellung mit über 10.000 qm Nutzfläche das größte Bürogebäude aus Holz in Mitteleuropa. Die Verwendung einer modularen Hybridkonstruktion aus Holz und Beton führt zu einer sehr ökonomischen und ökologischen Bauweise.
Foto: Bruno Klomfar, Illwerke    

Anerkennungen 

Energiebunker in Hamburg, HHS Planer + Architekten AG, Kassel
Die Kriegsruine des Flakbunkers Hamburg–Wilhelmsburg ist heute die Energiezentrale für die dezentrale Wärme- und Stromversorgung des benachbarten Wohnquartiers. Innerhalb des Bunkers wurden zusätzlich ein Café, eine Aussichtsterrasse und eine Ausstellung zur Geschichte des Flakbunkers und seiner Umwandlung zum Energiebunker vereint.
Foto: Frieder Blickle  

Deutsche Schule in Madrid/Spanien, Grüntuch Ernst Architekten BDA, Berlin, Armand Grüntuch, Almut Grüntuch-Ernst
Die neue „Deutsche Schule Madrid“ besteht aus einer Grund- und Oberschule und einem Kindergarten – mit Mensa und Aula. Besonders ist die Verbindung aus Materialität, Konstruktion und Technik zu einem nachhaltigen und sehr anregenden Kindergarten- und Schulgebäude.
Foto: Cela de Coca  

CSD – Centrum für Schlaganfall- und Demenzforschung in München, Nickl & Partner Architekten AG, München
Der Forschungsneubau beherbergt künftig das Partnerinstitut des nationalen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und das Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung. Die eingesetzte Gebäudetechnik, die über ein Energiemanagement verknüpft ist, sorgt in Verbindung mit der energetisch vorteilhaften Kubatur und einer hoch wärmegedämmten Gebäudehülle für die signifikante Unterschreitung der Energieeinsparverordnung und hohe CO2-Einsparungen.
Foto: Stefan Müller-Naumann  

Schwarzwaldhaus in Schluchsee-Fischbach, Schaller+Sternagel Architekten, Allensbach
Das Schwarzwaldhaus steht an einem Steilhang am Ortsausgang von Schluchsee-Fischbach, umgeben von einer Kuhweide. Es überzeugt durch eine landschaftsschonende Architektur, eine intelligente Haustechnik und einen geringen Pflegeaufwand zur Aufrechterhaltung der Behaglichkeit.
Foto: Wolfgang Scheide