Benutzeranmeldung

Pressemitteilung

Deutscher Klempnertag in Würzburg

Zur Eröffnung des 13. Deutschen Klempnertages in Würzburg forderte Bruno Schliefke, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und Energietechnik, von der schwarz-roten Koalition in Berlin eine schnelle Verabschiedung des Mitte Januar beschlossenen Förderprogramms zur energetischen Gebäudesanierung.

"Die geplanten Fördermaßnahmen zur Gebäudesanierung machen den von uns vertretenen Handwerkszweigen Mut für die Zukunft. Was jetzt allerdings zählt, ist die rasche Umsetzung und gezielte Bekanntmachung der Regelungen. Der Bundestag muss zügig die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen für einen reibungslosen Start des Förderprogramms schaffen", mahnte Bruno Schliefke auf dem zentralen Treffen des deutschen Klempnerhandwerks. Nur so könnten sich die erhofften Wachstums- und Beschäftigungsimpulse für das Handwerk in diesem Jahr einstellen. Das Sanierungspotenzial sei groß. "Von den fast 39 Millionen Wohnungseinheiten in Deutschland sind gut Dreiviertel vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung gebaut worden. Davon sind fünf Millionen Wohnungseinheiten bereits in der Vergangenheit energetisch saniert worden. 24 Millionen Wohnungseinheiten warten demnach auf ihre Sanierung", führte der Zentralverbands-Präsident aus. "Das gibt Arbeit für Jahre!"

Bruno Schliefke appellierte an die 250 in Würzburg versammelten Vertreter des deutschen Klempnerhandwerks, die Fachkenntnisse und Fertigkeiten ihres Berufsstandes bei der Gebäudesanierung aktiv zu bewerben und einzubringen: "Ein wesentlicher Teil der energetischen Gebäudesanierung besteht in der Wärmedämmung an Außenfassade und Dach. Als Spezialisten für die Fertigung hochwertiger Metalldächer und Metallfassaden sind die deutschen Klempnerfachbetriebe erste Anlaufstation für alle Fragen rund um eine effiziente Gebäudedämmung. Sie sind für eine erfolgreiche energetische Gebäudesanierung unverzichtbar." Schliefke zeigte sich optimistisch, dass das Klempnerhandwerk seine mit dem Wachstumspaket verbundenen Chancen auf ein deutliches Plus in der Auftragslage nutzen wird. "Nach fünf Jahren ungebremsten Rückgangs im Umsatz, in der Anzahl der Betriebe und in der Zahl der Beschäftigten haben wir in diesem Jahr gute Voraussetzungen, den Negativtrend zu stoppen."

Auf dem Klempnertag in Würzburg informierten sich am Donnerstag und Freitag dieser Woche rund 250 Klempner aus dem gesamten Bundesgebiet über den aktuellen Entwicklungsstand moderner Blechverarbeitung an Dach und Fassade. Neben zahlreichen Fachvorträgen bot eine Informationsbörse von Hersteller- und Handelsfirmen den Fachbesuchern Ausblicke auf die neuesten Trends im Klempnerhandwerk.

Den thematischen Schwerpunkt des 13. deutschen Klempnertages bildete die wachsende Bedeutung der qualifizierten Blechverarbeitung in der Gegenwartsarchitektur. Mit der Verleihung des Architekturpreises "Metalldächer und -fassaden 2006" unterstrich der Zentralverband SHK, der den Preis gemeinsam mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) ausgelobt hatte, die Sonderfunktion der Klempnerkunst für anspruchsvolle zeitgenössische Architektur. Der Architekturpreis 2006 stand unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Zentralverbandes des deutschen Handwerks Otto Kentzler, der selbst ein Klempnerunternehmen leitet. Die mit bekannten Architekten und Klempnermeistern besetzte Jury wählte aus den 90 eingereichten und zum Wettbewerb zugelassenen Vorschlägen einen ersten und einen zweiten Preisträger. Darüber hinaus sprach sie drei Anerkennungen und zwei lobende Erwähnungen aus. Der mit 8.000 Euro dotierte 1. Preis ging an das Planer- und Architektenbüro Heinisch Lembach Huber aus Stuttgart für den Entwurf eines Lagergebäudes der Kreuer Edelstahl GmbH in Mannheim. Den mit 4.000 Euro dotierten 2. Platz erhielten die Berliner Architekten Gruber und Popp für die Planung eines Ergänzungsbaus für ein Münchener Wohnhaus aus den dreißiger Jahren. Freuen konnte sich ZDH Präsident Otto Kentzler, der die Preise während eines feierlichen Festaktes zusammen mit den beiden Verbandspräsidenten Bruno Schliefke (ZVSHK) und Kaspar Kraemer (BDA) überreichte. Eine mit dem Preisgeld von 1.000 Euro versehene Anerkennung der Jury ging an das Dortmunder Planungsbüro Gerber Architekten, dessen prämierter Entwurf einer Fertigungshalle von der Kentzler GmbH im Dach- und Fassadenbau ausgeführt worden ist.

Bei Rückragen wenden Sie sich bitte an:
Frank Ebisch
Pressesprecher ZVSHK
Rathausallee 6
53757 St. Augustin
02241 9299-114
f.ebisch(at)zentralverband-shk.de