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Pressemitteilung

09/2011 Entscheidend ist der Einzelfall!

Zentralverband Sanitär Heizung Klima wehrt sich gegen pauschale Kritik an Heizungsbauern - Unausgewogene Bewertung des Brennwertchecks durch Verbraucherzentralen

Sankt Augustin, 21. Juni 2011 - Die von der Verbraucherzentrale Bundesverband am Montag vorgestellten Ergebnisse der "Aktion Brennwertcheck" zeichnen nach Auffassung des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) nur ein sehr verzerrtes Bild von den tatsächlichen Gegebenheiten in den deutschen Heizungskellern. "Diese ungerechtfertigte Vereinfachung führt zu Verunsicherung bei den Anlagenbetreibern und Unverständnis bei den Heizungsbauern", erklärt Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Die von der Studie aufgelisteten Mängel an modernen Brennwertgeräten berechtigten nicht zu einer pauschalen Kritik an den handwerklichen Leistungen. "Um die Effizienzpotenziale eines modernen Heizkessels bestmöglich auszunutzen, reicht der Kesseltausch allein nicht aus." Notwendig dafür sei ferner eine zusätzliche Optimierung der Wärmeverteilung. Das gelte etwa für den hydraulischen Abgleich oder für den Einbau einer Hocheffizienzpumpe. "Die Energieberater der Verbraucherschützer haben unter anderem das Fehlen dieser Leistungen als mangelhafte handwerkliche Arbeit gewertet, ohne zu klären, ob der Anlagenbetreiber mit seinem Heizungsbauer hierüber überhaupt verhandelt hat", beanstandet Elmar Esser. Entscheidend für die Rechtmäßigkeit von Kritik und Reklamation sei daher immer, was im Einzelfall beauftragt worden sei.

Der ZVSHK empfiehlt Anlagenbetreibern im Modernisierungsfall mit dem Fachhandwerker genau abzuklären, welche energetischen Verbesserungen erzielt werden sollen. "Dabei geht es nicht allein um die richtige Einstellung des Kessels, sondern insbesondere um zusätzliche Verbesserungen an der Wärmeverteilung." Die Fachbetriebe des Heizungsbauerhandwerks seien daher angehalten, die Verbraucher vor Vertragsschluss hierzu umfassend aufzuklären.

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Frank Ebisch
Pressesprecher ZVSHK
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