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Die Bedeutung der Holzfeuerung für die Energiewende

Holz ist weltweit die wichtigste erneuerbare Wärmequelle

Deutschlands Klimaziele 2020 sind definitiv nicht mehr erreichbar. Der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch liegt heute bei unter 14 Prozent. Ungefähr Zweidrittel davon werden mit Holz erzeugt. Mit anderen Worten, ohne die Holzverbrennung wären die erneuerbaren Energien im Wärmesektor kaum nennenswert vertreten. Dabei verbraucht der Wärmesektor im Vergleich zum Stromsektor in Deutschland mit 162 Milliarden Kilowattstunden (2017) rund die doppelte Endenergiemenge.

Bei dieser einfachen und grundlegenden Betrachtung erscheinen Zukunftsszenarien, die nahezu den gesamten Wärmebedarf aus Strom decken wollen, als blanke Utopie. Insbesondere, weil die Netzstabilität eine der größten Herausforderungen der Energiewende ist. An kalten Wintertagen fallen die solaren Erträge und oft auch die Windenergie relativ gering aus, während der Wärmebedarf zu der Zeit ausgesprochen groß ist. Eine Zusatzheizung mit dem heimischen und erneuerbaren Energieträger Holz, der zudem nahezu gänzlich unabhängig vom Stromnetz ist, scheint hier eine unverzichtbare Ergänzung zu sein. Holzverbrennung ist und bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende vor allem im Wärmesektor.

Weiter gedacht: Mit Hilfe technischer Zusatzmaßnahmen könnte sogar der Heizzeitpunkt bewusst so gewählt werden, dass er entlastend auf das Stromnetz wirkt. Die Effizienz und Umweltverträglichkeit moderner Anlagen ist bereits heute gegeben und kann durch weitere technische Hilfen, wie z. B. Verbrennungsluftsteuerungen und bedarfsorientierter Wärmespeichertechnik weiter optimiert werden. Lediglich die geringe Modernisierungsrate des stark in die Jahre gekommenen Anlagenbestandes und auch der zum Teil wenig verantwortliche Umgang von schlecht informierten Betreibern stehen einer umweltverträglichen Nutzung noch im Weg.

Ein weit verbreiteter Irrglaube, mit dem Holzfeuerungsanlagen im Wohnraum zu kämpfen haben, ist der scheinbare Wiederspruch zwischen dem geringen Wärmebedarf moderner Wohngebäude und den hohen Verbrennungsleistungen der Holzfeuerstätten. Ein einfaches technisches Prinzip ist hier die Lösung und wurde bereits bei historischen Öfen angewendet. Die Wärme aus der Verbrennung wird nicht direkt an den Raum abgegeben, sondern gespeichert und über viele Stunden hinweg gestreckt. Dies ist einfach realisierbar, indem der Ofen mit großer Speichermasse versehen wird und eine relativ kleine Sichtscheibe erhält, wie es bei Kachel-/Grundöfen Tradition ist. So lassen sich auch Gebäude mit geringem Wärmebedarf mit Holzfeuerungslagen kombinieren.

Fazit:

Holz ist weltweit die wichtigste erneuerbare Wärmequelle, seit jeher. Die lokale Verfügbarkeit, die einfache Handhabung und die gefahrlose Lagerfähigkeit machen Holz zur Nummer eins. Heute setzen optimierte Brennräume gepaart mit moderner Technik neue Maßstäbe hinsichtlich Effizienz und Umweltverträglichkeit. Die Herausforderungen im Stromsektor bei gleichzeitig hohem Wärmebedarf im Winter sowie der Komfortgewinn und das Wohngefühl, das durch die Holzfeuerung ausgeht, machen Holz zum unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende.

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