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Expertenworkshop Wassertechnik im SHK-Bundesleistungszentrum der Innung Schweinfurt

Bundesleistungszentrum SHK der Innung Schweinfurt und Projektgruppe TROL des ZVSHK

In Zusammenarbeit mit dem Bundesleistungszentrum SHK der Innung Schweinfurt hat die Projektgruppe TROL des ZVSHK zu einem Expertenworkshop zum Thema "wassergeführte Einzelfeuerstätten" eingeladen. Anwesend waren neben den verantwortlichen Technikern verschiedener Heizgeräte-Hersteller des HKI auch Mitglieder der Bundesfachgruppe sowie der Projektgruppe TROL.

Im Workshop ging es ausschließlich um Technik:

  • Wo muss das Sicherheitsventil installiert werden?
  • Wie ist das Trinkwasser beim Anschluss der Thermischen Ablaufsicherung zu schützen?
  • Welche Materialien können in der Heizkammer verwendet werden?

Die Arbeitsgruppe aus Herstellern und Fachhandwerk diskutierte einen umfangreichen Fragenkatalog, der die gesamte Sicherheitstechnik rund um die Wassertechnik abdeckt.

Einige Ergebnisse im Detail:

Installation der Thermischen Ablaufsicherung (TAS)

1. Unmittelbar am T-Stück der Trinkwasserleitung sollte ein Rohr- oder Systemtrenner der Kategorie „BA“ oder „CA“ sitzen. Unmittelbar bedeutet hier, maximal das Dreifache des Rohrinnendurchmessers.

2. Bei der Angabe des notwendigen Wasserdrucks für die sichere Funktion der TAS sind der dynamische Druck (Fließdruck) und der statische Druck (bei verschlossener Leitung) zu unterscheiden. Wenn bei verschlossener TAS ein Druck von 2 bar anliegt, wird dieser beim Öffnen absinken. Der Rückgang hängt überwiegend vom jeweiligen Druck des Trinkwasseranschlusses ab und davon, wie viele Zapfstellen gleichzeitig geöffnet sind. Folglich sollte der Hersteller bei Angabe des Mindestdrucks beschreiben, welcher der beiden Drücke gemeint ist.

Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG)

3. Jeder Wärmeerzeuger benötigt ein separates MAG. Ausnahme: Ein zentrales MAG reicht aus, wenn es direkt mit jedem Wärmeerzeuger verbunden ist und die Wärmeerzeuger nicht absperrbar sind. Für die Auslegung und Voreinstellung des MAG ist der Systemdruck zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse werden in das neue Kapitel Wassertechnik der TROL eingearbeitet, das in Kürze im Gelbdruck erscheinen wird. Außerdem werden beteiligte Hersteller ihre Produktunterlagen an der den betreffenden Stellen nachfeilen.

Ziel der Veranstaltung war es, ein gemeinsames Sicherheitsniveau zu definieren, um dem Qualitätsanspruch an die Betriebssicherheit dieser Anlagen gerecht zu werden.

Der ZVSHK bedankt sich bei allen Teilnehmern für die gelungene Zusammenarbeit sowie beim Bundesleistungszentrum für die professionelle Organisation und Durchführung des Workshops.

Was ist das Bundesleistungszentrum der Innung Schweinfurt?

Vor über 20 Jahren gründete die Schweinfurter Innung für Spengler-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Schweinfurt eine eigene Schulungsstätte, die bis heute stetig gewachsen ist. Unter Leitung von Josef Bock werden dort aktuell über 20 verschiedene Weiterbildungskurse angeboten, darunter u. a. der SHK-Kundendiensttechniker sowie die Elektrofachkraft SHK.

Das Bundesleistungszentrum ist zudem auch offizielle Trainingsstätte der SHK-Berufe für die Euro- und Wordskills – die Europa- und Weltmeisterschaften der Berufe. Noch recht neu im Programm sind die drei jeweils zweitägigen HAGOS-Schulungen Wassertechnik speziell für OL-Betriebe. Inhalte der Kurse sind die Vermittlung der Grundlagen (Teil I), die Einbindung in das Heizsystem (Teil II) und ein praktischer Kurs (Teil III). Die Kurse von Josef Bock sind lebhaft, informativ und kurzweilig.