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Digitales Aufmaß und Scan
Digitale Tools für Aufmaß und Auslegung unterstützen SHK-Betriebe bei der technischen Planung von Wärmepumpenprojekten. Sie erfassen Gebäude- und Raumdaten digital und nutzen diese als Grundlage für nachfolgende Berechnungs- und Auslegungsschritte.
Typische Anwendungen verbinden digitales Aufmaß mit Heizlastberechnung, der rechnerischen Vorbereitung des hydraulischen Abgleichs, Heizflächen- und Anlagenauslegung sowie Dokumentation. Ziel ist, Daten möglichst einmal zu erfassen und im weiteren Planungsprozess weiterzuverwenden.
Nutzen und Vorteile
- Schnelleres Aufmaß, da Gebäude- und Raumdaten direkt vor Ort digital erfasst werden können.
- Weniger Planungsaufwand durch schnelle Bearbeitung von Aufmaß und Auslegung.
- Weniger Fehler durch strukturierte Datenerfassung und automatisierte.
- Einmal erfasste Informationen können in nachfolgenden Planungsschritten weiterverwendet werden.
- Mehr Eigenleistung im Betrieb, da Heizlastberechnung sowie die Berechnung und Vorbereitung des hydraulischen Abgleichs stärker im SHK-Betrieb selbst durchgeführt werden können.
- Bessere Planungsgrundlage durch detaillierte Gebäude- und Heizlastdaten.
- Standardisierte Dokumentation, da Berechnungsergebnisse und Nachweise digital erstellt und weitergegeben werden können.


Funktionsübersicht
- Digitales Aufmaß / LiDAR-Scan: Räume scannen, Raummaße erfassen und Wände, Fenster sowie Türen automatisch erkennen; daraus ein digitales Raum- bzw. Gebäudemodell erstellen.
- Heizlastberechnung: Aufgenommene Gebäude- und Raumdaten für die raum- und gebäudeweise Heizlastberechnung nutzen.
- Heizflächen- und Anlagenauslegung: Heizflächen prüfen bzw. dimensionieren und erforderliche Wärmeerzeugerleistung sowie Systemtemperaturen bestimmen.
- Hydraulischen Abgleich berechnen und vorbereiten: Volumen- bzw. Massenströme und Ventilvoreinstellungen berechnen und die Ergebnisse dokumentieren.
- Dokumentation und Datenweitergabe: Berechnungsergebnisse und Nachweise digital ausgeben und - sofern Schnittstellen vorhanden sind - an Folgesysteme übergeben.
Hinweise zur Umsetzung / Voraussetzungen
Für den Einsatz von LiDAR-Aufmaßtools ist zunächst zu prüfen, ob ein kompatibles iPhone Pro oder iPad Pro mit LiDAR-Sensor vorhanden ist. Nach dem Scan sollten erkannte Wände, Fenster, Türen und Raumgeometrien insbesondere bei komplexen oder stark möblierten Räumen auf Vollständigkeit und Plausibilität kontrolliert werden. Für Heizlastberechnung und Auslegung müssen zusätzlich relevante Gebäude- und Anlagendaten wie Bauteilaufbauten, U-Werte und Heizflächen ergänzt werden.
Bewertungen
Zeitersparnis
Je nach Ausgangsprozess sind deutliche Zeitgewinne möglich: Die durchschnittliche Zeitersparnis liegt bei etwa 20 – 50%. In einem Praxisfall sank die Wärmebedarfsberechnung von fast einem Arbeitstag auf 1,5–2 Stunden.
Fehlerreduktion
84 % berichten von einer geringeren Fehlerquote.
Prozessintegration
Einmal erfasste Gebäude- und Berechnungsdaten können für mehrere Planungsschritte weitergenutzt werden – etwa für Heizlast, Auslegung und die Berechnung des hydraulischen Abgleichs. Fehlende Schnittstellen können diesen Vorteil begrenzen.
Motivation und Akzeptanz
Akzeptanz steigt vor allem bei zuverlässiger Technik, verständlicher Bedienung und erkennbarem Praxisnutzen.
Beispielanbieter
autarc
ZVPlan
Hinweis: Die hier genannten Anbieter wurden im Rahmen des Projektes getestet und können empfohlen werden. Neben diesen bietet der Markt weitere Anbieter.
Zusätzliche Hinweise
Förderungen bringen zusätzliche Anforderungen an Unterlagen, technische Angaben und Nachweise mit sich. Ein standardisierter Förder- und Nachweischeck: Ein Förder- und Nachweischeck hilft dabei, frühzeitig zu prüfen, welche Angaben und Dokumente benötigt werden und ob diese vollständig vorliegen.
Digitale Förderrechner und entsprechende Funktionen in Planungstools können zusätzlich dabei unterstützen, mögliche Förderungen bereits während der Planung einzuordnen. Im weiteren Projektverlauf sollten Nachweise wie technische Unterlagen, Rechnungen, Produktdaten und erforderliche Protokolle laufend projektbezogen gesammelt werden.
So lassen sich fehlende Unterlagen, spätere Rückfragen und Verzögerungen bei der Förderung reduzieren.
Praxis-Tipp: Bei manchen Aufmaß-Tools kann ein integrierter Förderrechner diesen Schritt direkt innerhalb des Planungsprozesses unterstützen. Vergleichbare Förderrechner und digitale Förderchecks gibt es auch unabhängig von einzelnen Planungstools.
Stimmen aus der Praxis
Heizlast und hydraulischer Abgleich können vor Ort extrem schnell erstellt werden.
Für die Heizlastberechnung … top … hydraulischer Abgleich … erhebliche Erleichterung.
Die Möglichkeit, Gebäude direkt vor Ort aufzunehmen und anschließend ohne Medienbruch weiterzuverarbeiten, stellt eine der innovativsten Funktionen der Software dar.
Die Software wirkt durchdacht, praxisnah und orientiert sich an den tatsächlichen Anforderungen von Handwerk, Planung und technischer Projektabwicklung.


