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Standpunkte des ZVSHK

Statementdienst 04/2016

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima: "Der nächste Abschwung kommt bestimmt!"

Sankt Augustin, 16. August 2016 Wir können uns freuen: das SHK-Handwerk strotzt vor Kraft und befindet sich in einer Phase der Hochkonjunktur. Volle Auftragsbücher stimmen die meisten Betriebe sehr optimistisch. Auch die weiteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen scheinen im Moment nicht schlecht.  

Was aber, wenn dieser seit 2008 anhaltende positive Trend endet? Ein wirtschaftlicher Aufschwung ist immer endlich; der nächste Abschwung kommt bestimmt. Wir wissen nur noch nicht wann!  

Die interessante Frage lautet: was bedeutet das für das SHK-Handwerk schon heute?

Ich meine: Wir sollten uns gerade jetzt auf unsere alten Tugenden konzentrieren. Handeln wir als Unternehmer! Denken wir nicht nur an das Tagesgeschäft sondern darüber hinaus. Gehen wir schon morgen mit der Einstellung zum Kunden, nicht nur den anstehenden Auftrag abzuarbeiten sondern ihn vor dem Hintergrund eines jeweils individuellen Energiekonzeptes zu beraten. Was wir zu bieten haben? Nun, wir kommen auf jeden Fall nicht mit leeren Händen. Zahlreiche Projekte und Programme können als ideale Instrumente der langfristigen Kundenbindung genutzt werden.  

Ein Beispiel: Seit dem 1. August ist die neue Richtlinie über die Förderung der Heizungsoptimierung in Kraft getreten. In den nächsten vier Jahren will die Bundesregierung den Austausch von bis zu zwei Millionen Heizungspumpen jährlich fördern. Zudem soll der hy-draulische Abgleich von jährlich 200.000 Heizungsanlagen bezuschusst werden. Und: Schon vergessen? Zwei Drittel der deutschen Heizungsanlagen ist technisch nicht auf dem neuesten Stand. Das Altanlagenlabel, gestartet im Januar 2016, ist so gesehen für unser Handwerk ein idealer Türöffner in die Heizungskeller der Republik – allesamt Maßnahmen, für die sich im Übrigen der Zentralverband bei der Politik stark gemacht hat.  

Mir geht es vor allem darum vor Augen zu führen, was an ungenutztem Potential im Markt noch kraftvoll angegangen werden kann. Und das oben Aufgezählte ist längst nicht alles. Tausende Bäder warten darauf, renoviert zu werden, tausende Wohnungen darauf, altersgerecht umgebaut zu werden. Dies sind nur ein paar Möglichleiten zur Kundenbindung. Wenn wir in den beschriebenen Tätigkeitsfeldern unsere ganzen Kräfte mobilisieren können – dann braucht uns vor dem nächsten Abschwung nicht bange werden. Auch wenn der sich noch möglichst lange Zeit lassen sollte.