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Standpunkte des ZVSHK

Statementdienst 04/2015

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima: "Politik vertraut auf unser Handwerk"

St. Augustin, 27. November 2015 Erinnern Sie sich noch? Vor rund einem Jahr habe ich an dieser Stelle gefordert: „Förderprogramme und Investitionsanreize müssen her!“ Denn Wohnungseigentümer brauchen Klarheit und Planungssicherheit. Rund zwölf Monate später reibt sich so mancher ungläubig die Augen. Wir haben es geschafft! Die Politik setzt auf das SHK-Handwerk. Und das liegt nicht nur an einer konsequent auf- und ausgebauten Kommunikation hin zu den politischen Entscheidern. Es scheint so, als hätte das politische Berlin verstanden, dass die Energiewende im Heizungskeller nur mit dem SHK-Handwerk erfolgreich zu bewerkstelligen ist. Denn immer noch werden in den deutschen Privathaushalten knapp 80 Prozent der Energie für die Raumwärme bereitgestellt.

Es wundert daher nicht, dass für die Regierung die Energieeffizienz ein wichtiger Baustein zur Erreichbarkeit der CO2 Einsparziele ist. Dabei sind unsere SHK-Betriebe die entscheidenden Mittler, die die geplanten Maßnahmen der Politik vor Ort umsetzen sollen. Immerhin will die Bundesregierung auf der Weltklimakonferenz im Dezember in Paris ein tragfähiges Konzept vorstellen, wie diese Einsparziele erreicht werden sollen.

Dafür hat Berlin Fördergelder in Millionenhöhe bereitgestellt – unter anderem für den von uns weiter entwickelten Heizungs-Check Gleiches gilt für den Austausch veralteter Pumpen. Viele dieser ungeregelten Geräte verbrauchen viel mehr Energie als nötig. Sie verursachen damit auch mehr Emissionen als nötig – jede einzelne fast eine halbe Tonne CO2 im Jahr. Neben der momentanen Austauschrate von 1,5 Millionen veralteter Umwälzpumpen pro Jahr soll das SHK-Handwerk zusätzlich pro Jahr weitere zwei Millionen unwirtschaftlicher Pumpen gegen Hocheffizienzgeräte austauschen.

Alles in allem eine mehr als freudige Kunde für unser SHK-Handwerk. Doch bei aller Freude muss uns auch klar sein, dass alleine die Zusage von Fördermitteln nicht reicht. Wir haben in Berlin die Voraussetzung geschaffen, nun müssen wir liefern und uns vor Ort das Vertrauen der Kunden stets aufs Neue erarbeiten. Zudem müssen wir der Politik beweisen, dass wir ein verlässlicher Partner sind. Doch wie ich unsere SHK Betriebe kenne, dürfte das das kleinste Problem sein.