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Standpunkte des ZVSHK

Interview ZVSHK Präsident Manfred Stather

zum Produktwettbewerb „Badkomfort für Generationen“

Im Sommer 2012 hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erstmals den internationalen Produktwettbewerb „Badkomfort für Generationen“ ausgeschrieben. Als fachlicher Berater begleitet das Europäische Institut Design für Alle in Deutschland (EDAD) den Award. Die Schirmherrschaft hat Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung übernommen. Manfred Stather, Präsident des ZVSHK erläutert die Hintergründe des Wettbewerbs und beschreibt dessen Potenzial für die Sanitärbranche.

Warum hat der ZVSHK den Produktwettbewerb „Badkomfort für Generationen“ ins Leben gerufen?

Deutschlands Bevölkerung schrumpft und altert, mit schwerwiegenden Folgen für die Sozialsysteme, den Arbeitsmarkt, die Wirtschaft und die Infrastruktur. Diese demographische Entwicklung rückt das Thema „Komfortbäder für Generationen“ in den Blickpunkt des installierenden Handwerks. Unsere Betriebe werden künftig mit der Planung und Umsetzung innovativer Badlösungen maßgeblich dazu beitragen, dass eine überalternde Gesellschaft über ausreichend Wohnraum für ein altersgerechtes Leben verfügt. Schließlich kommt einem barrierefreien Bad - sei es im Alter oder im Krankheitsfall – eine Schlüsselfunktion für die Fortführung eines selbstbestimmten Lebens in den eigenen vier Wänden zu. Hierbei bilden ansprechendes Design und barrierefreie Nutzerfreundlichkeit längst keinen Gegensatz mehr. Als oberste Interessenvertretung des SHKHandwerks in Deutschland liegt es in der Verantwortung des ZVSHK, mit dem Wettbewerb den Folgen des demografischen Wandels in Deutschlands Wohnungen proaktiv zu begegnen. Die demografische Produktkompetenz der Sanitärwirtschaft soll in wichtige Wirtschaftsbereiche, wie Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Seniorenwirtschaft, Architekten, Behindertenverbände sowie Tourismuswirtschaft ausstrahlen und zur Investition anregen. Dieser Award ist somit ein wichtiges Lobbyinstrument für den ZVSHK. Gleichzeitig bieten wir Herstellern eine Plattform, marktfähige Produkte zu präsentieren.

Sind Sie mit der Resonanz auf den Produktwettbewerb zufrieden?

Wir sind sehr zufrieden mit der großen Resonanz auf unsere Ausschreibung. Der Wettbewerb hat sich sofort in der Branche etabliert und viel Anerkennung erfahren. Aus den eingereichten 55 Produkten hat eine Fachjury 25 Nominierungen für den Produkt-Award ausgewählt. Neben deutschen Markenherstellern haben sich außerdem Industrieunternehmen aus Japan, Brasilien, Italien, Dänemark und Österreich am Wettbewerb beteiligt. Das zeigt uns, dass das Thema Badkomfort für Generationen von der Industrie aufgegriffen wird. Natürlich freuen wir ebenfalls darüber, dass Dr. Peter Raumsauer die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen hat. Die unterstreicht die gesellschaftspolitische Relevanz des Themas.

Neben der großen Zahl der Einreichungen sticht die Qualität der Produkte heraus. Die nominierten Bewerbungen decken fast alle Produktgruppen für die Badausstattung ab: von Badmöbeln und -elementen, die sich durch ein qualitativ hochwertiges Design auszeichnen, bis hin zu Badarmaturen und Montage-Systemen, die durch die Einbeziehung der Kunden in den Entwicklungsprozess über eine hohe Nutzerorientierung und Gebrauchstauglichkeit verfügen. Diese Produkte zeigen: unter dem Leitthema „Design für Alle“ werden wichtige Ansätze wie Inklusion und Ökologie aufgegriffen.

Welchen Mehrwert bietet der Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen?

Für die Sanitärbranche eröffnen sich mit dem Wettbewerb neue Perspektiven. Statt nur für wenige Nutzer Speziallösungen zu entwickeln, liegt der Ansatz des Produkt-Awards und seines charakteristischen „Design für Alle“ darin, attraktive Angebote für eine breite Zielgruppe zu schaffen. Der Wettbewerb bietet teilnehmenden Unternehmen eine Vielzahl von positiven Marketingeffekten, schließlich können sie sich und ihr innovatives Produkt durch die Auszeichnung am Markt positionieren und einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Den Gewinnern des Wettbewerbs winkt darüber hinaus die Möglichkeit, die Auszeichnung, das ausgehändigte Zertifikat oder das Label „ZVSHK-Award 2013“ werbewirksam zu nutzen. In diesem Rahmen werden die ausgezeichneten Produkte beispielsweise als Best-Practice-Beispiele in den bundesweiten Qualifizierungsmaßnahmen „Fachbetrieb Barrierefreies Bad“ des ZVSHK vorgestellt. Durch die Einbindung der nominierten Produkte und Preisträger in die internationale Kommunikation über das Europäische Institut Design für Alle in Deutschland (EDAD), das Design for All Europe (EIDD) und der Design for All Foundation eröffnen sich zudem neue Möglichkeiten für die Unternehmen auch auf dem europäischen Parkett.

Wird der ZVSHK den Produktwettbewerb in Zukunft fortführen?

Den nächsten Produkt-Award „Badkomfort für Generationen“ werden wir auf der ISH 2015 vergeben. Ich bin überzeugt davon, dass die Grundlagen für unseren Wettbewerb bis zu diesem Zeitpunkt weiter wachen werden. Schließlich besteht hier ein erhebliches Herstellerpotenzial. Außerdem ist geplant, den internationalen Aspekt des Awards weiter auszubauen und den Wettbewerb zukünftig mit einem interessanten wissenschaftlichen Verbundprojekt zusammenzuführen. Sie können gespannt darauf sein, was wir hierzu auf der nächsten ISH präsentieren werden.

Der Produkt-Award „Badkomfort für Generationen“ wird am 14. März 2013 durch eine international besetzte Fachjury auf der ISH vergeben. Die Preisverleihung findet um 15:30 Uhr auf dem Stand des ZVSHK (Halle 8.0, Stand D 94) im Beisein von Ministerialdirektor Günther Hoffmann (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) statt. Im Pressebereich stehen Preisträger und Jury nach der Preisverleihung für Interviews zur Verfügung.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von über 53.400 Handwerksbetrieben mit 342.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerks lag 2012 bei 36,8 Milliarden Euro. Der ZVSHK ist zudem Gründer und Träger der Weltleitmesse ISH.

Ansprechpartner für Rückfragen: Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK, Fon: 02241 9299-114, Mobil: 0151 24156979, E-Mail: f.ebisch@zvshk.de