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Standpunkte des ZVSHK

Statementdienst 06/2012

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), zur Energiewende

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes SHK

Energiewende mit Schlagseite

St. Augustin, 18. Juni 2012 - Fotovoltaik, neuer Minister, Offshore-Windparks und sogar ein Bundespräsident, der sich in die Debatte einschaltet. Das Thema Energie ist der mediale Dauerbrenner ? bis auf eine Ausnahme. So geht es beim Thema Energieeffizienz momentan alles andere als heiß her. Immerhin: Bis 2050 sollen exakt 50 Prozent der Energie durch Steigerung der Energieeffizienz eingespart werden. ?Das regelt der Markt schon alleine?, ist gelegentlich von der Politik zu vernehmen. Aber im Moment regelt dieser Markt gar nichts. Er wird geregelt.

Natürlich sieht es enorm energieeffizient aus, wenn eine Armada moderner Windmühlen die Küsten säumt. Ähnlich beliebt ist momentan eine Technologie, die im letzten Jahr gerade mal knapp zwei Prozent zur nationalen Energieversorgung beitrug: die Fotovoltaik! Dort fließen Millionen an Staatsgeldern und Minister, Landesväter und sonstige Würdenträger geben sich auf Fachmessen die Klinke in die Hand. Die Berliner Energietage zur Energieeffizienz hingegen mit begleitender Fachmesse wurden ? kaum wahrnehmbar ? von einer Parlamentarischen Staatssekretärin eröffnet. Deren unspektakuläre, aber wahre Kernbotschaft: Unnötiger Energieverbrauch bedeutet zusätzliche Kosten und senkt so die Konkurrenzfähigkeit unserer Volkswirtschaft. Genau darum geht es.

Natürlich ist es nicht leicht, 18 Millionen Immobilienbesitzer von der Notwendigkeit eines technisch einwandfreien Heizkessels zu überzeugen. Natürlich ist es nicht leicht, eine Technologie zu entwickeln, die die gigantischen Mengen an Abwärme in der Industrie nutzt. Doch zu energieeffizienten Maßnahmen haben wir keine Alternative. So ist ein Weg zu mehr Energieeffizienz beispielsweise das Aktionsprogramm ?Grüne Wärme für Wohngebäude? des SHK-Handwerks mit zahlreichen Forderungen und Maßnahmen, wie sparsamer mit Energie umgegangen werden kann.

Es sollte gerade bei solch einem Megaprojekt wie der Energiewende das altbewährte Prinzip gelten: Versuche zunächst auf den Feldern noch besser zu werden, auf denen du bereits gut bist. Das erhöht die Effizienz. Soll heißen: die Energieeffizienz.


<small>Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von über 52.500 Handwerksbetrieben mit 334.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerks lag 2011 bei 35,6 Milliarden Euro. Der Hauptsitz des Verbandes ist in St. Augustin. In Potsdam unterhält der ZVSHK eine Hauptstadtrepräsentanz. </small>

<small>Ansprechpartner für Rückfragen: Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK, Fon: 02241 9299-114, Mobil: 0151 24156979, E-Mail: f.ebisch(at)zvshk.de</small>