Benutzeranmeldung

Standpunkte des ZVSHK

Statementdienst 03/2012

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbands Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) zum Stand der Energiewende

Manfred Stather, Präsident
des Zentralverbandes SHK


Ein Sieg der Vernunft?

Kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt in der Tat deutliche Anzeichen, dass die deutschen Energiekonzerne auch im Ausland auf Erneuerbare Energien setzen, anstatt auf Atomkraft. Eine Entwicklung, die im Prinzip jeder begrüßen sollte, weil es nämlich vor allem eines bedeutet: ein Sieg der Vernunft. Zumindest dann, wenn man sich die von der Kanzlerin avisierten Klimaziele vor Augen führt und diese mit dem momentanen Stand der Energiewende abgleicht. Dann wird klar: Da geht noch was.

Nach Schätzungen unseres Verbandes entsprechen 75 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland nicht dem Stand der Technik. Sie arbeiten ineffizient und umweltbelastend. Ein unglaubliches Potenzial wenn man bedenkt, dass gut 40 Prozent der CO2 Emissionen aus dem Wärmebedarf von Gebäuden stammen. Doch das wurde bis dato geflissentlich ignoriert ? der Übergang von Atomstrom zu den Regenerativen beherrschte die politische und öffentliche Diskussion. So haben die Stromkonzerne in einer Art Fukushima-Reflex erst einmal sämtliche Blockadehebel gezogen. Mittlerweile weichen die Fronten auf. Die Gründe sind natürlich ökonomisch getrieben:

Man sei nun doch übereingekommen, dass Investitionen in Erneuerbare Energien attraktiver seien. Eine neue Erkenntnis? Bleibt zu hoffen, dass dadurch nun auch das zweite Bein der Energiewende ? die Energieeffizienz im Wärmemarkt ? mehr Aufmerksamkeit erlangt und vor allem ? dass alle Beteiligten kontinuierlich an einem Strang ziehen.

Die Uhr läuft.


<small>Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von über 52.500 Handwerksbetrieben mit 334.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerks lag 2011 bei 35,6 Milliarden Euro. Der Hauptsitz des Verbandes ist in St. Augustin. In Potsdam unterhält der ZVSHK eine Hauptstadtrepräsentanz.

Ansprechpartner für Rückfragen: Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK, Fon: 02241 9299-114, Mobil: 0151 24156979, E-Mail: f.ebisch(at)zvshk.de</small>