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Standpunkte des ZVSHK

Statementdienst ZVSHK 02/2011

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima, zur aktuell erschienenen Shell-Hauswärme-Studie und zur steuerlichen Förderung von Maßnahmen zur energetischen Sanierung


St. Augustin, 12. Dezember 2011
- 750 Milliarden Euro. Das ist die herausragende Zahl aus der aktuellen Shell-Hauswärme-Studie, die das Unternehmen zusammen mit dem Hamburger Institut für Weltwirtschaft durchgeführt hat. Die Studie stellt fest, dass auf die deutschen Immobilienbesitzer in den nächsten zwei Jahrzehnten rund 750 Milliarden Euro Sanierungs- und Renovierungskosten zukommen werden.

Diese gewaltige Zeche kann die Politik den Hausbesitzern nicht allein aufdrücken. Eine solche Rechnung geht nicht auf. Modernisierungs-bereite Hausbesitzer brauchen Investitionsanreize, ansonsten verpuffen alle gut gemeinten Appelle zur Steigerung von Energieeffizienz und Klimaschutz im Wärmemarkt. Noch ist es für die Politik nicht zu spät, im Rahmen der Energiewende eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden zu beschließen. Das wäre ein gutes Signal, um 2012 die Energiewende auch in den Heizungskellern der Republik anzustoßen.

Zur steuerlichen Förderung

Bei der steuerlichen Förderung von Maßnahmen zur energetischen Sanierung sind folgende Grundsätze zu beachten:

  1. Die Förderung sollte als Abzug von der Steuerschuld erfolgen. Damit werden die in der politischen Diskussion angesprochenen sozialen Aspekte aufgegriffen und entsprechend berücksichtigt.

  2. Die Förderung soll degressiv ausgestaltet werden. Dies ist beim vorliegenden Gesetzesvorschlag nicht der Fall.

  3. Einzel- bzw. Teilmaßnahmen sollten förderfähig sein und sofort zu Abzügen von der Steuerschuld führen, und nicht erst, wenn ein bestimmtes energetisches Niveau erreicht ist.

  4. Im Bereich der Anlagentechnik sollten Modernisierungsmaßnahmen, bei denen zusätzlich zur Effizienzsteigerung erneuerbare Energien für die Wärmebereitstellung genutzt werden, stärker gefördert werden als andere Maßnahmen.

 


Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von über 52.500 Handwerksbetrieben mit 332.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizung-, und Klimahandwerks lag 2010 bei 34,6 Milliarden Euro. Der Hauptsitz des Verbandes ist in St. Augustin. In Potsdam unterhält der ZVSHK eine Hauptstadtrepräsentanz.

Ansprechpartner für Rückfragen: Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK,
Fon: 02241 9299-114, Mobil: 0151 24156979, E-Mail: f.ebisch@zvshk.de