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Pressemitteilung

08/2016 Vom Funktions- und Wellnessbad zur multimedialen Erlebniswelt

„Trendstudie Smarte Bäder“ des ZVSHK liefert neue Erkenntnisse zum Bad der Zukunft. Nachhaltige Badinfrastruktur zum digitalen Bad wird entscheidender Faktor

Sankt Augustin, 4. Oktober 2016 – Künftig wird es im Bad einen gesteigerten Bedarf an Wellness, Komfort, Unterhaltung, Pflegemöglichkeiten und Sicherheit geben. Dies zeigt die im Auftrag des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erstellte „Trendstudie Smarte Bäder“ vom September 2016.  

Die von den befragten Verbrauchern gewünschten und von den Experten bestätigten Nutzervorteile werden das Bad nicht nur attraktiver machen, sondern auch die ausführenden SHK-Fachhandwerker mit den beteiligten Partnergewerken vor neue Aufgaben stellen. „In naher Zukunft wird sich das Bad so wie wir es noch als Funktions- oder Wellnessbad kennen, zu einer multifunktionalen und multimedialen Erlebniswelt über alle Altersstufen hinweg entwickeln“, erklärt ZVSHK-Präsident Manfred Stather. Die Trendstudie dokumentiere zudem die schon heute verfügbaren digitalen Lösungen.  

Mit einem erweiterten, ganzheitlichen Beratungsansatz wird das SHK-Fachhandwerk zukünftig auf Basis der Analyseergebnisse neue Trends für eine smarte Haustechnik setzen können.  

„Im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel beobachten wir schon seit einigen Jahren die veränderten Anforderungen an das Bad. Jetzt erwarten wir im Zuge der rasanten Digitalisierung unserer Gesellschaft regelrechte Megatrends fürs Bad, die heute noch wie Zukunftsmusik klingen, die wir aber als SHK-Verbandsorganisation mit der Beratungs- und Installationskompetenz unserer Betriebe entscheidend mitprägen“, begründet ZVSHK-Präsident Manfred Stather die Zielsetzung der vorgelegten Trendstudie.  

Vier Kernthemenbereiche wurden durch das SIBIS Institut für Sozialforschung und Projektberatung GmbH und der Tellur GmbH untersucht: Verbraucherwünsche, Sachstand Handwerk und Industrie, Experteneinschätzung zur Marktentwicklung und die bereits existierenden technischen Lösungen. „Mit den neuen Erkenntnissen aus der Trendstudie, dass Gesundheit, Pflege und Unterhaltungstechnik die Treiber für Smarte Bäder sind, nehmen wir als Verbandsorganisation eine Vorreiter- und Moderatorenrolle ein, was die kundenorientierte Umsetzung einer nachhaltigen und modernen Infrastruktur im Bad betrifft“, erklärt Stather.  

Mit Blick auf das Bad als Gesundheitsstandort stehen Aspekte wie Barrierefreiheit, ausreichende Bewegungsflächen, Haltegriffe wo erforderlich, elektrisch in der Höhe verstellbare Sanitärobjekte und andere Assistenzlösungen im Fokus. Darüber hinaus hat die Untersuchung einen deutlichen Trend in Richtung Wohnlichkeit, Wellness und Unterhaltung im Bad aufgezeigt. Angenehme Beleuchtung, Düfte und Musik sind aus dem Bad bald nicht mehr wegzudenken. Hinzu kommt, dass die Verbraucher auch im Bad informiert und unterhalten werden wollen. Neben Radio und Fernsehen wird ebenso das Internet ins Badezimmer einziehen.  

Auch bei den klassischen Badezimmerkomponenten wird die Digitalisierung zunehmend einsetzen. Ob Wasserauslaufmenge oder -temperatur in Dusche, Badewanne und Waschbecken, immer häufiger werden digitale Bedienelemente oder APPs auf dem Smartphone die Sanitärtechnik steuern.  

„Für das SHK-Fachhandwerk wird es immer wichtiger werden, das Bad als komplett neu auszustattende, multimediale Erlebniswelt zu sehen und zu planen“, urteilt Manfred Stather. Schon heute verfügbare und zukünftige Produkte aus der Licht-, Unterhaltungs-, Pflege-, Hygiene- und Regelungstechnik müssen kundengerecht und nachhaltig geplant sowie professionell vernetzt werden. Die koordinierte Planung der Badinfrastruktur – vor allem mit den benötigten Sanitär- und Stromleitungen hinter der Wand – wird deshalb eine zentrale Rolle spielen. Denn wenn dies im Zuge einer Badsanierung schon früh mit eingeplant ist, kann die fachgerechte Beratung durch den Badspezialisten vor Ort richtig viel Geld einsparen.  

Trendstudie zeigt Chancen für die Branche  

„Die Ergebnisse der Trendstudie haben uns in unseren Markteinschätzungen bestätigt. Das smarte Bad bietet großen Chancen für Fachhandwerk, Großhandel und Industrie“, betont der Präsident des ZVSHK. Entscheidend für das Fachhandwerk sei dabei eine gezielte Weiterqualifizierung. Hierzu plant der ZVSHK zusammen mit seinen Landesinnungsverbänden und Sponsorpartnern Leuchtturmveranstaltungen. Um die Produktkompetenz der SHK-Handwerker weiterzuentwickeln, wird der ZVSHK zudem seine Online-Produktplattform www.shk-barrierefrei.de ausbauen.  

Als nächster Schritt ist vorgesehen, die Studie hinsichtlich Normungsbedarf weiter zu analysieren. Denn die Ergebnisse der Trendstudie ergeben ein breites Handlungsfeld für die Normung und Standardisierung. Geschehen wird dies in enger Zusammenarbeit zwischen den relevanten Gremien der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik (DKE) und den zuständigen Normenausschüssen des DIN.  

Die „Trendstudie Smarte Bäder“ ist ab Mitte Oktober im Onlineshop des ZVSHK unter www.zvshk.de/onlineshop (Quicklink: QL3414638) erhältlich.  

Die Umsetzung der Trendstudie Smarte Bäder wurde gefördert von:  

Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG – www.dornbracht.com
DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik – www.dke.de 
Franz Kaldewei GmbH & Co. KG – www.kaldewei.de 
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG – www.gira.de
Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) – www.sanitaerwirtschaft.de

Weitere Informationen zur Trendstudie Smarte Bäder finden Sie hier: