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Pressemitteilung

05/2015 Innungsbetriebe liegen bei Umsatz und Beschäftigten vorne

Unabhängige Strukturanalyse zeigt erstmalig signifikante Leistungsvorteile auf SHK-Innungshandwerk sieht sich für Bewältigung des Strukturwandels gerüstet

Frankfurt am Main, 10. März 2015 - Deutschlands Bevölkerung wird älter und pflegebedürftiger. Bis 2038 rechnet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit 23,7 Mio. Menschen, die über 65 Jahre alt sind. Und in den Heizungskellern der Republik schlummern erhebliche Energieeinsparpotenziale, denn über 15 Millionen Heizungsanlagen und damit 75 Prozent des Bestandes sind technisch veraltet. Würde dieser veraltete Bestand energetisch modernisiert, könnten rund 13 Prozent des Endenergieverbrauchs eingespart werden. Demografie und Energie sind nach Ansicht des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) die bestimmenden Themen für die Zukunft. So wird es künftig darum gehen Lebensräume zu schaffen, die das Wohnen und Arbeiten auf lange Sicht einfacher machen. Die Gebäude müssen sparsam und altersgerecht sein. Ihr Wert gibt Sicherheit und die Menschen müssen sich darin wohlfühlen können.

Die Gewerke der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) geben heute schon Antworten auf die Fragen von morgen. Doch auch für die Bewältigung der zu-künftigen Herausforderungen sieht man sich bestens vorbereitet. Eine unabhängige und in dieser Form erstmalig im Auftrag des Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) umgesetzte Strukturanalyse des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen  zeigt, dass SHK-Innungsbetriebe fast doppelt so umsatzstark und durchschnittlich mit fast doppelt so vielen Beschäftigten am Markt tätig sind, wie nichtorganisierte Betriebe. Außerdem liegen die organisierten SHK-Betriebe beim Qualifikationsniveau sowie bei der Anzahl der Ausbildungsbetriebe und der Auftragsreichweite signifikant vorne.

„Mit der ZVSHK-Strukturanalyse für das SHK-Handwerk haben wir als Verband erstmalig für unsere Gewerke die Innungsstärke definiert. Die Ergebnisse zeigen, dass wir im Innungshandwerk von einer hohen Umsatz- und Beschäftigungsstärke mit hoher Ausbildungsaffinität profitieren“, kommentiert ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Elmar Esser, die im Januar 2015 veröffentlichten Ergebnisse. Die Strukturanalyse liefert eine bisher noch nicht vorhandene, einheitliche Datenbasis für das gesamte SHK-Handwerk und ermöglicht zahlreiche fundierte Rückschlüsse über die vier Berufsgruppen Installateur und Heizungsbauer, Klempner, Ofen- und Luftheizungsbauer sowie Behälter- und Apparatebauer. „Die vertikalen und horizontalen Kooperationsformen in der SHK-Branche nehmen zu. Nur Betriebe mit hoher Leistungskompetenz, effizienten Prozessen und Services aus einer Hand werden die notwendigen Vorteile auf ihrer Seite haben und für die Bewältigung der künftigen Aufgaben ‚Demografie’ und ‚Energie’ besser aufgestellt sein“, unterstreicht Esser.
Die 180 Seiten umfassende Studie liefert aber nicht nur verlässliche Kennzahlen zur Beschäftigungs- und Absatzstruktur, sondern auch zur Vergütung, Preisgestaltung und Weiterbildung. Darüber hinaus sind erstmals Bilanzkennzahlen sowie soziodemografische Merkmale über die Inhaberstrukturen in den Betrieben bekannt. Mit der Strukturanalyse SHK-Handwerk bekräftigt der ZVSHK seine Absicht, seine eigenen Marktforschungsinstrumente auszubauen und daraus ableitend das Leistungsprofil der SHK-Innungsbetriebe weiter zu schärfen. „Unser erklärtes Ziel ist es, die Betriebe weiter fit zu machen“, so Esser, „damit sie vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels beispielsweise mit effizienteren Wertschöpfungsprozessen, besseren Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten etc. gut vorbereitet im Markt bestehen“.

Der ZVSHK sieht in dieser Strukturanalyse einen guten Auftakt, mit seinen Markt-partnern zukünftig einen nachhaltigen und intensiven Marktforschungsdialog für das SHK-Handwerk zu führen. 

Die Strukturanalyse kann zum Preis von 850,00 Euro zzgl. MwSt. und Versandkos-tenpauschale im Onlineshop unter www.zvshk.de bestellt werden.

SHK-Innungs- und Nichtinnungsbetriebe im Vergleich

Die nachfolgenden Werte beruhen auf der ZVSHK-Strukturanalyse SHK-Handwerk 2014, in die wiederum Daten aus der Handwerkszählung Statistisches Bundesamt von 2011, sowie aus der Mitgliederstatistik des ZVSHK 2013 eingeflossen sind.

InnungsbetriebeNichtinnungsbetriebe

Anzahl der Betriebe

24.59227.345

Organisationsgrad (ohne Soloselbständige)

64 %

SHK-Beschäftigte

215.066128.181

Gesamtumsatz   

23,4 Mrd. €14,3 Mrd. €

Beschäftigtenzahl je Betrieb

8,94,6

Umsatz je Betrieb

965.855 €514.343 €

Auftragsreichweite (Wochen)

> 9< 8

Ausbildungsquote

61,4 % 6,1 %


18,8 % der Inhaber eines Innungsbetriebs haben einen Fachhochschulabschluss (SHK-Betriebe gesamt 11 %), 6,2 % besitzen einen Hochschulabschluss.

Quelle:
ZVSHK-Strukturanalyse SHK-Handwerk 2014, auf Basis Handwerkszählung Statistisches Bundesamt von 2011 und Mitgliederstatistik des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) 2013

Kontakt:
Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK
ZVSHK Sankt Augustin: 02241 9299 0
E-Mail: presse(at)zvshk.de