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Pressemitteilung

06/2015 Bad der Zukunft gestalten

Forschungsprojekt zeigt Ergebnisse auf der ISH 2015

Frankfurt am Main, 10. März 2015 – Der ZVSHK hat in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main ein Forschungsprojekt gestartet, um Modelle für schönes Design im Bad und Barrierefreiheit zu entwickeln. Auf der Sanitär- und Heizungsmesse ISH in Frankfurt/Main nehmen die Inspirationen Formen an: ab dem 10. März in Halle 3.0, Stand F83.

Start für das Forschungsprojekt war im Oktober 2013. Eine Studentengruppe unter der Leitung von Prof. Frank Georg Zebner hat zunächst das gewohnte Nutzerverhalten und auch herkömmliches Produktdesign fürs Bad in Frage gestellt, um dadurch zu innovativen Lösungen zu kommen. Über Monate hinweg reiften neue praxistaugliche Badmodelle. Sie bringen die Fähigkeit mit, ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen, auch wenn die persönliche Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein sollte.

Beteiligt an diesem Forschungsprojekt waren von Anfang an sowohl das SHK-Fachhandwerk als auch typische Endverwender und nicht zuletzt einige Hersteller, damit die Inspiration Form annehmen konnte. Nachfolgend in aller Kürze Erläuterungen zu den Highlights, die am Messestand vom 10. bis 14. März zu sehen sind:

- Dio ist eine zweiteilige Kombination aus Hocker und Stütze. Durch die Verbindung aller Elemente ergibt sich ein Dreibein mit optimaler Standfestigkeit. Für den Nutzer erweist sich diese Lösung als Sitzgelegenheit, Handtuchhalter, Stütze oder Aufstehhilfe.

- Auf dem typischen Grundriss einer Badewanne (180 x 60 cm) lässt sich eine weich beschichtete Badeliege auf einem Standbein verankern. Sensorgesteuerte Düsen sind auf einer Rasterfläche verteilt, um die nötige Wasserzufuhr zum Waschen in Liegeposition oder für eine Massage sicher zu stellen. Die trockene Liege ist zum Ausruhen gedacht.

- Die Kombination aus einem flexiblen dehnbaren Band und einem elastisch verformbaren Sitz macht es möglich, dass man auf relativ bequeme Art eine halb stehende, sitzende oder hockende Haltung einnehmen kann. Das kann sowohl die Nutzung der Toilette als auch die Körperpflege erheblich erleichtern.

- Ein Bad lässt sich von Anfang an modular aufbauen. Das zeigt der Entwurf Frame, bei dem alle Elemente der Installation wie Trinkwasserversorgung, Abwasser oder Licht in den Rahmen integriert sind. Je nachdem, welche besonderen Anforderungen der Nutzer braucht, kann man dies modular und „im Rahmen“ realisieren.

- Neue Duscherfahrung: Aus einer Deckenarmatur treten einhundert dünne Silikonschläuche senkrecht aus. Diese Licht durchlässigen Kapillare sind die einzige greifbare Oberfläche der Dusche. Wird sie in Betrieb genommen, tritt das Wasser an den Kapillaren aus und läuft daran herab. Die duschende Person steht oder sitzt zwischen den Wasser führenden Kapillaren und kann das Duscherlebnis wie unter einer großen Seeanemone wahrnehmen. Es ist kaum zu unterscheiden, wo die Dusche aufhört und das Wasser beginnt.

- Das Halten und Getragenwerden im Bad steht im Zentrum eines Entwurfes, bei dem eine Reihe doppelt zusammengelegter Tücher von einer Schwerlaststange an der Decke herabhängt. Tücher können um einzelne Körperteile, wie zum Beispiel die Hände oder Arme geschwungen werden und so dem Nutzer die Möglichkeit geben, sich festzuhalten. Mittels Verknotungen ergeben sich unterschiedliche Positionen für den leichten Zugriff. Da das Tuch im Badezimmer ständig einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, besteht es aus einem wasserabweisenden und schimmelresistenten Stoff. Um diese Eigenschaften zu gewährleisten, werden Silber- und Kupferionen im Stoff verarbeitet, die darüber hinaus antibakteriell wirken.

Täglich Führungen am ISH-Messestand

An jedem ISH-Messetag können Interessenten um 10.00 Uhr und um 14.00 Uhr in Halle 3.0 Stand F83, an einer Führung teilnehmen, um Details über die Ergebnisse zu erfahren. Ausführliche Informationen sind in einem 220-seitigen Booklet zusammengefasst, das am Messestand zu bekommen ist, sowie zum Download bereit steht hier und unter Bad der Zukunft.de (Rubrik: Ziel und Ergebnis, PDF mit ca. 4 MB).

Wichtiges Merkmal der Forschungsarbeit war von Anfang an, dass zum einen das Fachwissen des Handwerks, zum anderen vielseitige Nutzerbedürfnisse Berücksichtigung finden. Dabei galt es auch, die Barrierefreiheit zu einem maßgeblichen Standard des „Design für Alle“ weiter zu entwickeln. Großen Anteil an der Realisation haben nicht zuletzt die fünf Gewinner des ersten ZVSHK-Produkt-Awards „Badkomfort für Generationen“. Es sind die Hersteller Hansgrohe, Hewi, HSK Duschkabinenbau, Franz Schneider Brakel (FSB) sowie Keramag. Sie beteiligten sich am Sponsoring und ließen ihr Know-how für die Realisation einfließen.

Für weitere Informationen:

Bitte beachten Sie weitere Presseinformationen zum ZVSHK, zu den Veranstaltungen und Aktionen auf der ISH im Pressebereich unter http://www.zvshk.de/presse/pressemappe-zur-ish/. Unter www.studio-shk.tv berichten wir ab 10. März mehrmals täglich von der ISH.

Kontakt:

Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK
Während der ISH: Jürgen Bähr, Mobiltelefon 0171 142 00 60
ZVSHK Sankt Augustin: 02241 9299 0
E-Mail: presse@zvshk.de

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von 53.300 Handwerksbetrieben mit rund 346.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerks lag 2014 bei 38,7 Milliarden Euro. Der ZVSHK ist zudem Gründer und Träger der Weltleitmesse ISH.