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Pressemitteilung

04/2015 SHK-Unternehmen für Topthemen Energie und Demografie gerüstet

Altersgerechtes Bauen und Energieeffizienz sind bestimmende Themen, Umsatz in SHK-Unternehmen 2014: 38,7 Mrd. Euro, Strukturanalyse zeigt erstmalig signifikante Leistungsvorteile für Innungsbetriebe

Frankfurt am Main, 10. März 2015 – Die Umsetzung der Energiewende und des demografischen Wandels sieht der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK),  Gründer und Träger der vom 10. bis 14. März in Frankfurt am Main stattfindenden Weltleitmesse ISH, als die bestimmenden und zukunftsprägenden Themen der nächsten Jahre für rund 53.300 SHK-Handwerksunternehmen in Deutschland. Nach Berechnungen des Bun-desministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit werden in Deutschland bis zum Jahr 2030 zusätzlich 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Mrd. € benötigt. Das Bad ist dabei einer der Schlüsselwohnbereiche für ein selbstständiges Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. Da im Gebäudesektor 40 Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie anfallen, wird es parallel dazu die Energiewende ohne den Wärmemarkt und ohne die Effizienzsteigerung im Heizungskeller nicht geben. „Nach der Absage für steuerliche Erleichterungen bei der Gebäudemodernisierung muss es nun seitens der Politik konkrete Pläne geben, um Immobilienbesitzer nicht weiter zu verunsichern und den Unternehmen im Wärmemarkt Planungssicherheit zu geben“, fordert ZVSHK-Präsident Manfred Stather.
 
„Wir sehen uns mit den SHK-Innungsbetrieben für die kommenden Schwerpunktaufgaben in den Bereichen altersgerechtes Bauen und Energieeffizienz bestens aufgestellt und gewappnet“, unterstreicht Stather. Der Innungsverband stützt sich dabei auf aktuelle Zahlen. So erarbeiteten rund 53.300 SHK-Handwerksunternehmen im Jahr 2014, mit etwa 346.000 Mitarbeitern, einen Umsatz in Höhe von 38,7 Mrd. Euro. Davon wurden fast zwei Drittel (62 Prozent/23,4 Mrd. Euro) von nahezu 25.000 Innungsbetrieben mit rund 215.000 SHK-Beschäftigten umgesetzt. Zudem bestätigt eine unabhängige, in dieser Form erstmalig ausgearbeitete ZVSHK-Strukturanalyse sichtbare Vorteile für SHK-Innungsbetriebe. Diese sind demnach fast doppelt so umsatzstark und durchschnittlich mit fast doppelt so vielen Beschäftigten am Markt tätig wie nichtorganisierte Betriebe. Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen unter der Leitung von Dr. Klaus Müller fand weiterhin heraus, dass die organisierten SHK-Betriebe beim Qualifikationsniveau sowie bei der Anzahl der Ausbildungsbetriebe und der Auftragsreichweite signifikant vorne liegen.
 
Die stärksten Wachstumsimpulse werden im Jahr 2015 weiterhin vom Sanierungs-, Kundendienst- und Wartungsgeschäft in den Segmenten Bäder und Heizungen erwartet. „Aufgrund niedriger Zinsen, steigender Mieten und hoher Arbeitsplatzsicherheit bleibt die Investition in Wohneigentum attraktiv“, begründet Stather die nach wie vor optimistische Stimmung im SHK-Fachhandwerk. Nach Einschätzung des ZVSHK soll das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte 2015 um real 1,4 Prozent wachsen. Insgesamt wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,2 Prozent prognostiziert. Für dieses Jahr erwartet man deshalb ein reales Umsatzwachstum zwischen ein und zwei Prozent für das SHK-Handwerk. Momentan liegt der Auftragsbestand der Innungsbetriebe bei 8,5 Wochen.
 
Ob nun altersgerechtes Bauen oder effizientes Heizen, das SHK-Handwerk spielt in puncto Zukunftssicherung und Versorgungssicherheit schon jetzt eine wesentliche Rolle im Markt. Dies ergab eine repräsentative Trendbefragung von TNS Emnid im September 2014 unter 1.023 Immobilienbesitzern in Deutschland. Wenn es um den Kauf eines neuen Bades oder einer neuen Heizungsanlage geht, dann liegt der Fachhandwerker als Bezugsquelle mit 89 Prozent und großem Abstand an erster Stelle. Danach folgen die Baumärkte (27 Prozent), Ausstellungen/Messen (23 Prozent) und das Internet (12 Prozent).
 
Bewusst stellt der ZVSHK seinen Messeauftritt auf der ISH unter das Motto „Wir können Zukunft: das SHK-Handwerk“. „Auf unserem Messestand in Halle 8.0 werden wir die zukünftigen Herausforderungen in den Kernthemenfeldern Energie und Demografie live erlebbar machen. Die Besucher aus Fachhandwerk, Wirtschaft und Politik erwartet ein anspruchsvolles Informations- und Veranstaltungsprogramm, bestehend aus multimedialer Kommunikation, mit Filmbeiträgen aus der Praxis, Expertengesprächen, Interviews und Produktvorführungen“, erklärt ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Elmar Esser. Im Mittelpunkt steht dabei wieder das Studio SHK mit Sportmoderator Norbert König. „Mit dem Studio SHK und zeitgleich im Internet ausgestrahlten Beiträgen verschaffen wir der Weltleitmesse ISH vier Mal am Tag ein kommunikatives Fenster nach draußen“, so Esser weiter. Das Studio SHK ist im Internet unter www.studio-shk.tv zu finden.
 
Aber auch in Sonderschauen wie dem „Ofenforum“ in Halle 9.2 oder dem „Bad der Zukunft“ in Halle 3.0 sowie mit innovationsfördernden Wettbewerben wie dem Produkt-Award „Badkomfort für Generationen“ für demografische Herstellerprodukte weist der ZVSHK nach, warum das SHK-Handwerk für Deutschlands Zukunftsgestaltung unentbehrlich ist. Hierzu konnte Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, als Schirmherrin gewonnen werden. Eine internationale Fachjury wird die Produkteinreichungen bewerten und die Gewinner am 12. März direkt auf der Messe auszeichnen.

DAS SHK-HANDWERK IN ZAHLEN
 
SHK-Handwerksunternehmen *: 53.300
SHK-Beschäftigte *: 346.000
Gesamtumsatz *: 38,7 Mrd. €
Mitarbeiterzahl je Betrieb **
  < 5 Beschäftigte: 63,3 %
  5 - 9 Beschäftigte: 20,6 %
  10 - 19 Beschäftigte: 10,9 %
  20 - 49 Beschäftigte: 4,6 %
  50 + Beschäftigte: 1,8 %
 
*   Quelle: ZVSHK-Hochrechnung 2014
**    Handwerkszählung Statistisches Bundesamt von 2011
Umsatz: Rund 37 Prozent der antwortenden Betriebe berichten über gestiegene Umsätze. Beschäftigung: Die Beschäftigungszuwächse scheinen nur gering ausgefallen zu sein. 17,5 Prozent berichten über eine gestiegene Mitarbeiterzahl.
 
Rund 90 Prozent aller Innungsbetriebe führen Badsanierungen aus und ca. 92 Prozent setzen Heizungssanierungen um. Im Durchschnitt hat ein Innungsbetrieb im Jahr 2014 16 Badsanierungen ausgeführt. Davon wurden gezielt sieben Bäder altersgerecht geplant. 17 Heizungen pro Innungsbetrieb wurden zudem im Durchschnitt modernisiert. Installationsintensität nach Produktgruppen: Bei der Heizungssanierung hat das SHK-Handwerk zu 96 Prozent Öl/Gaskessel, zu 65 Prozent Solaranlagen, zu 47 Prozent Wärmepumpen und zu 40 Prozent Biomassekessel im Jahr 2014 eingebaut.
 
Quelle: ZVSHK-Konjunkturumfrage 12/2014
 
Für weitere Informationen:
Bitte beachten Sie weitere Presseinformationen zum ZVSHK, zu den Veranstaltungen und Aktionen auf der ISH im Pressebereich unter www.zvshk.de/presse/pressemappe-zur-ish/. Unter www.studio-shk.tv berichten wir ab 10. März mehrmals täglich von der ISH.