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Pressemitteilung

BDH und ZVSHK legen der Politik gemeinsames Positionspapier vor

Handwerk und Hersteller machen sich gemeinsam stark für die Energiewende im Wärmemarkt!

BDH-Präsident Manfred Greis

ZVSHK-Präsident Manfred Stather

Köln/Sankt Augustin 16. September 2014 – Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) haben in einem gemeinsamen Positionspapier der Bundesregierung Vorschläge zur Umsetzung der Energiewende und zum Klimaschutz im Gebäudebereich unterbreitet. „Im Gebäudebereich, dem größten Energieverbrauchsektor Deutschlands, schlummern riesige Energie- und CO2-Einsparpotenziale. Mit dem vorgelegten Papier empfehlen sich Industrie und Handwerk gleichermaßen der Politik als Ansprechpartner, wenn es darum geht, den Modernisierungsstau im Gebäudebereich endlich aufzulösen“, sagt BDH-Präsident Manfred Greis.

In dem vorgelegten Papier fordern BDH und ZVSHK vor allem stabile Rahmenbedingungen für den Wärmemarkt, die sowohl die Ziele auf europäischer Ebene, als auch die des Energiekonzeptes der Bundesregierung unterstützen. „Wir möchten damit gegenüber der Politik deutlich machen, dass Handwerk und Industrie als die beiden starken Partner im Wärmemarkt an einem Strang ziehen. Wir fordern technologieoffene, langfristig stabile, an langfristigen Zielen orientierte und bundesweit einheitliche Maßnahmen zur Flankierung des Marktes“, betont Manfred Stather, Präsident des ZVSHK. Es sei zudem wichtig, Fördermaßnahmen vom Bürokratismus zu befreien und übersichtlicher zu gestalten.

Denn die deutliche Steigerung der energetischen Sanierungsraten kann nur durch attraktive Anreize erreicht werden. Zwangsmaßnahmen bei der Sanierung der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik, so die gemeinsame Position von Industrie und Handwerk, seien kontraproduktiv und abzulehnen. Konkret fordern die Verbände neben einer engeren Verzahnung von Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), eine Verstetigung und Aufstockung der KfW-Programme. Auch weisen BDH und ZVSHK abermals auf die positiven Effekte einer steuerlichen Förderung für energetische Modernisierungsmaßnahmen hin.

Auch sei die qualifizierte Energieberatung ein wichtiger Schlüssel zu mehr energetischer Sanierung im Gebäudebereich. Hier sprechen sich BDH und ZVSHK neben der Einführung von Beratungsstandards für die Zulassung aller als Gebäudeenergieberater qualifizierter Handwerker auch in der vom Bund geförderten Energieberatung aus. Zudem, so BDH und ZVSHK,  müsse die Energiewende sozialverträglich und bezahlbar bleiben.

Weiterhin sehen Industrie und Handwerk den fairen Systemwettbewerb im Wärmemarkt vielerorts zunehmend durch kommunale Einflussnahme etwa in Form von Anschluss- und Benutzungszwängen außer Kraft gesetzt. Diese Eingriffe in den freien Markt seien im Sinne der energiepolitischen Ziele kontraproduktiv. Vielmehr ziele die Erwartung der Verbraucher auf die sozialverträgliche, technologieoffene und wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung der Energiewende im Wärmemarkt.


BDH: Verband für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) vertritt die wirtschaftlichen, technischen und politischen Interessen von 103 Mitgliedern und 2 assoziierten Verbänden. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2013 weltweit einen Umsatz von 13 Mrd. Euro und beschäftigten rund 67.300 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Marktanteil der deutschen Industrie auf dem europäischen Markt von 60 Prozent. Die Mitgliedsunternehmen des BDH bieten komplette Systemlösungen für den Gebäudebereich an mit Schwerpunkt Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübergabe sowie Warmwasserbereitung auf Basis von Gas, Öl, Strom und erneuerbaren Energien.    

ZVSHK: Zentralverband Sanitär Heizung Klima
Der ZVSHK ist die Standesorganisation von rund 53.000 Handwerksbetrieben mit über 340.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerks lag 2013 bei 37,9 Milliarden Euro. Das Sanitär Heizung Klima - Handwerk ist als erster Ansprechpartner insbesondere des privaten Endkunden ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen und der Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Das SHK-Handwerk trägt somit wesentlich zu Energieeinsparung, Ressourcen- und Klimaschutz bei.