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Pressemitteilung

11/2012 Abwrackprämie für alte Heizkessel

Heizungsbauerhandwerk drängt auf schnelle Entscheidung

Manfred Stather

Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes SHK

St. Augustin, 17. August 2012  - Das Bundesumweltministerium plant – wie heute in Berlin bekannt wurde – die Einführung einer Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat eine solche Einmalprämie für Anlagenbetreiber zur Beseitigung des Modernisierungsstaus in deutschen Heizungskellern bereits 2009 gefordert. „Wir begrüßen daher grundsätzlich diese Überlegung der Bundesregierung“, urteilt Manfred Stather, der Präsident des ZVSHK. 

Die Interessenvertretung der deutschen Heizungsbauer warnt aber ausdrücklich davor, es bei einer reinen Ankündigung zu belassen. „Wenn diese an sich gute Idee in den anstehenden Gesprächen zwischen den beteiligten Ministerien zerredet und nicht schnellst möglich umgesetzt wird, erleben wir das genaue Gegenteil des ursprünglich Beabsichtigten“, sagt Manfred Stather. Kunden reagierten sehr sensibel auf solche Nachrichten über angeblich bevorstehende Förderungen. Schon heute hätten zahlreiche Kunden in Deutschland Aufträge zur Heizungsmodernisierung zurückgestellt, um abzuwarten, ob oder wann die Bundesregierung die Abwrackprämie tatsächlich einführt. Einen ähnlichen negativen Effekt hätte es bereits bei der zwischen Bund und Ländern seit einem Jahr kontrovers behandelten Idee der steuerlichen Abschreibung auf energetische Sanierungsmaßnahmen gegeben.

„Nur wenige Wochen vor Beginn der nächsten Heizperiode brauchen wir eine rasche Entscheidung der Politik. Ansonsten wird die Verunsicherung der Hauseigentümer über eine unklare Förderpolitik noch weiter zunehmen. Das kann niemand wollen“, appelliert der ZVSHK-Präsident an die Adresse der Bundesregierung.

Lediglich ganze drei Prozent der Hauseigentümer haben im vergangenen Jahr nach Angaben des ZVSHK ihre veraltete Heizungsanlage ausgetauscht. „Die seit Jahren angestrebte Verdoppelung der Sanierungsquote auf sechs Prozent bleibt damit weiter unerreicht; und das im Jahr der Energiewende“, sagt Präsident Stather. Stattdessen dominiere aktuell der Bäderbau das Geschäft des SHK-Handwerks.


Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von über 52.500 Handwerksbetrieben mit 334.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs-, und Klimahandwerks lag 2011 bei 35,6 Milliarden Euro. Rund 360.000 Komplettbäder haben die Innungsbetriebe des SHK-Handwerks 2011 verkauft und eingebaut. Knapp ein Drittel der Komplettbadsanierungen wurde barrierefrei installiert.

Ansprechpartner für Rückfragen: Frank Ebisch, Pressesprecher ZVSHK, Fon: 02241 9299-114, Mobil: 0151 24156979, E-Mail: f.ebisch(at)zvshk.de