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Pressemitteilung

05/2008 Konjunkturausblick: "verhalten optimistisch"

Geschäftslage im Sanitär Heizung Klima Handwerk 2007 leicht rückläufig - Positive Konjunkturaussichten im Service- und Wartungsgeschäft

Berlin 2. April 2008 Nach dem konjunkturellen Zwischenhoch im Jahr 2006 ist der Gesamtumsatz des SHK-Handwerks im vergangenen Jahr um 1,3 Mrd. Euro von 25,7 Mrd. auf 24,4 Mrd. Euro zurückgegangen. Nach einem ersten guten Quartal entwickelten sich die Konjunkturdaten der größten Gruppe des installierenden Gewerbes leicht rückläufig. ?Die Ergebnisse des Ausnahmejahres 2006 konnten wir 2007 nicht erreichen?, erläuterte Bruno Schliefke, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), auf der Jahrespressekonferenz des ZVSHK in Berlin. Im Gegensatz zu Industrie und Großhandel habe das Handwerk seine Umsätze aber relativ stabil halten können. ?Der Markteinbruch bei Heizung und Sanitär hat natürlich auch uns getroffen. Durch den starken Ausbau des Geschäftsfeldes Service und Wartung haben aber viele unserer Betriebe die Verluste durch das zurückgehende Verarbeitungsgeschäft begrenzen können?, urteilte Bruno Schliefke. Dieser Trend bestätigt sich auch in der Entwicklung der Gesamtmitarbeiterzahl. Hier verzeichnet das SHK-Handwerk gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang um 1.000 Arbeitsplätze. Die im März 2008 turnusmäßig durchgeführte repräsentative Frühjahrsumfrage unter 1.000 ausgewählten Fachbetrieben zeigt eine leichte Stimmungseintrübung im SHK-Handwerk. Im Vergleich zu der sechs Monate zurückliegenden Herbstumfrage sinkt der ermittelte Geschäftsklimaindikator (Saldo aus positiven und negativen Antworten in Prozent) von +12,3 Prozent auf +9,3 Prozent. ?Mit Blick auf die Vergleichswerte der letzten zehn Jahre können wir die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der Betriebe aber immer noch als verhalten optimistisch werten?, betonte Bruno Schliefke in Berlin. Dabei sei die Stimmung anders als noch im Herbst in den alten Bundesländern (+12,4%) deutlich positiver als in den neuen Ländern (-4,0%). Auffallend ist die positive Konjunktureinschätzung der SHK-Fachbetriebe für das Geschäftsfeld Service und Wartung. Hier setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits die Konjunkturumfrage im Herbst aufgezeigt hat. ?Im Vergleich der Werte von +7 Prozent bei Sanitär und +4,5 Prozent bei Heizung belegen die 45,3 Prozent für das Geschäftsfeld Service und Wartung einen weiteren konstanten Ausbau dieser zweiten Säule unseres Fachbetriebsmodells?, betonte Bruno Schliefke. Der ZVSHK-Präsident sieht diese Entwicklung als Bestätigung der strategischen Neuausrichtung des SHK-Handwerks in den letzten Jahren: ?Unsere Handwerker sind nicht länger nur Verarbeiter, sondern im wachsenden Maße Energieberater und Energiedienstleister.? Große Marktchancen für das SHK-Handwerk sieht Bruno Schliefke in der anstehenden Umsetzung der EU-Richtlinie zur Endenergieeffizienz und Energiedienstleistung. Diese verpflichtet insbesondere die Energiewirtschaft neben der Wärmeversorgung zum Angebot von Beratungen und Dienstleistungen. ?Hier sind unsere Fachbetriebe für die Energiewirtschaft die idealen Partner für die Verbreitung einer effizienten und zukunftssicheren Haus- und Gebäudetechnik.? Der Zentralverband arbeite aktuell an einem ganzen Bündel von Maßnahmen, die die Energiewirtschaft ihren Kunden als förderfähige Energiedienstleistung im Sinne der EU-Richtlinie anbieten könnte.