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Pressemitteilung

SHK-Handwerk im Aufschwung

Energetische Gebäudesanierung wirkt als Wachstumsmotor - "ISH 2007 wird Gradmesser für Branchenentwicklung"

Die vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima/ Gebäude- und Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED) im September und Oktober durchgeführte repräsentative Herbstumfrage unter 5.000 ausgewählten Fachbetrieben der Branche zeigt eine klare Fortsetzung der schon im Frühjahr festgestellten Geschäftsklimabelebung. Als größte Gruppe des installierenden Gewerbes der Gebäude- und Energietechnik in Deutschland werten Installateure, Klempner, Apparate-, Heizungs- und Ofenbauer ihre aktuelle Geschäftssituation besser als je zuvor. Der Indikator (Saldo aus positiven und negativen Antworten in Prozent) sprang von 3,3 Prozent auf 26,1 Prozent. Im Frühjahr 2006 lag der entsprechende Wert noch bei 6,9 Prozent. ?Eine solche steile Aufwärtsentwicklung in der aktuelle Beurteilung der Geschäftssituation haben wir noch nicht erlebt?, sagt Bruno Schliefke, Präsident des Zentralverbandes Sanität Heizung Klima. ?Wir profitieren zur Zeit eindeutig von dem milliardenschweren Förderprogramm zur energetischen Gebäudesanierung. Zusammen mit dem in diesem Jahr erstmals wirksamen Steuerbonus auf Handwerkerrechnungen ist das der entscheidende Wachstumsmotor für unsere Branche.? Das deckt sich mit der Umsatzerwartung der befragten Betriebe für die zurückliegenden sechs Monate. Im Vergleich zum negativen Vorjahrswert von minus 1,3 Prozent stieg der Indikator auf plus 2,0 Prozent.

Bei der Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung ist das SHK-Handwerk zurückhaltender. ?Hier greift bei den Kollegen doch wohl die Sorge vor möglichen Negativfolgen der Mehrwertsteuererhöhung?, erklärt Bruno Schliefke den Rückgang des betreffenden Umfragewertes von plus 9 Prozent im Frühjahr 2006 auf jetzt minus 1,3 Prozent. Der Präsident des ZVSHK wertet die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes für die Branchenentwicklung im nächsten Jahr weniger kritisch. ?Wir werden in den letzten Wochen des Jahres bei den Auftragseingängen einen Vorzieheffekt wegen der Steuererhöhung erleben. Dies wird sich im kommenden Jahr bis zum Frühjahr wieder ausgleichen. Insofern erwarte ich für das 1. Quartal 2007 eine kleine Delle in der Auftrags- und Umsatzentwicklung.? Die wachstumsfördernden Impulse wie das CO2- Gebäudesanierungsprogramm würden sich dann aber wieder durchsetzen. ?Als wichtiger Gradmesser für die Branchenkonjunktur der kommenden 12 bis 18 Monate wird unsere Weltleitmesse ISH 2007 dienen?, betont Schliefke. Vor dem aktuellen Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Diskussion um Themen wie Energieeffizienz, Versorgungssicherheit oder auch erneuerbare Energien werde die ISH der SHK-Branche insgesamt einen positiven Schub versetzen. ?Als Gründer und Träger der ISH wird der Zentralverband das Messe-Highlight dazu nutzen, seinen Handwerkern praxisnah aufzuzeigen, welches Geschäftspotenzial allein im Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen und Kühlen steckt. Wir werden das SHK-Handwerk auf der ISH als das positionieren, was es jetzt schon de facto ist: der Kompetenzträger in Sachen Energieeffizienz. Denn wer, wenn nicht die größte Gruppe des installierenden Gewerbes, wird die politisch geforderte und geförderte Effizienzsteigerung in der Energie- und Gebäudetechnik realisieren können??, zeigt sich der ZVSHK-Präsident grundsätzlich optimistisch.

Das SHK-Handwerk in Deutschland umfasst rund 50.000 Fachbetriebe. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima vertritt hiervon über 30.000 mit annähernd 300.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Jahresumsatz der Branche betrug rund 24 Milliarden Euro im Jahr 2005.

St. Augustin, 26. Oktober 2006