Benutzeranmeldung

Pressemitteilung

"Der Großhandel muss sich bewegen!"

SHK-Betriebe fordern die Einführung der Europäischen Artikelnummer

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED) verlangt vom Großhandel ultimativ die Einführung der Europäischen Artikelnummer noch in der ersten Hälfte des nächsten Jahres. Die Handwerksunternehmen weiß der Zentralverband dabei hinter sich.  ?Unsere Betriebe wollen bei der Materialbeschaffung die einheitliche Artikelbezeichnung und nicht länger ein Nummernverwirrspiel?, fasst Präsident Bruno Schliefke die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage im SHK-Handwerk zusammen. Begleitend zu seiner Konjunkturumfrage hat der Zentralverband im Herbst dieses Jahres 5.000 repräsentativ ausgewählte Innungsbetriebe zu Details und Verbesserungsmöglichkeiten im Bestellwesen befragt. 
 
Die Antworten fielen eindeutig aus. Vier von fünf SHK-Unternehmern sehen in der Einführung einer einheitlichen Artikelnummer durch den Großhandel einen deutlichen Optimierungseffekt für ihre Materialbeschaffung. ?Wir haben bei unserer Sonderumfrage ermittelt, dass unsere Betriebe mit durchschnittlich fünf Großhändlern zusammenarbeiten?, betont Bruno Schliefke. Durch die unterschiedlichen Bestell-nummern für ein und dasselbe Produkt seien nicht nur Fehllieferungen an der Tagesordnung. Das Fehlen einer einheitlichen Artikelkennzeichnung verhindere auch eine schnelle und effiziente Abwicklung des Bestellvorgangs. ?Über 50 Prozent der befragten Betriebe bestellen heute schon ihr Material auf dem elektronischen Weg. Im schlechtesten Fall müssen sie pro Artikel fünf unterschiedliche Großhandelsnummern in ihrem System speichern. Das ist ineffizient und es ist vor allem unnötig?, urteilt Schliefke. Die Einführung der Europäischen Artikelnummer (EAN) durch den SHK-Großhandel würde die Materialbeschaffung der Betriebe auf einen Schlag  optimieren und verschlanken.

 Der ZVSHK Präsident sieht jetzt den Großhandel in der Pflicht. ?Wir wollen Klarheit und Sicherheit im Bestellwesen. Der SHK-Großhandel muss sich jetzt endlich bewegen?, fordert Schliefke. Es sei nicht mehr nachvollziehbar, warum der SHK-Großhandel sich weiter gegen die EAN sperre. ?Die Argumente, die der Großhandel gegen die EAN ins Feld führt, sind fadenscheinig.? Schliefke verweist darauf, dass der Elektrogroßhandel die EAN problemlos an die Handwerker weiterleitet und die Materialbeschaffung damit deutlich effizienter gemacht hat. ?Warum soll das in der SHK-Branche nicht auch funktionieren?? fragt Schliefke.

Der ZVSHK will in den nächsten Monaten nicht nachlassen,  die ?Streitfrage EAN? endgültig zu Gunsten seiner Innungsbetriebe zu lösen. ?Wir werden unsere Leitmesse ISH dazu nutzen, an die gesamte Branche noch einmal ein deutliches Signal pro EAN auszusenden.? Der ZVSHK werde in Frankfurt handwerksgerechte Produktkataloge zur Prozessoptimierung vorstellen, die für die einzelnen Artikel die EAN mit Barcode ausweisen werden. ?Um die Wettbewerbsfähigkeit des dreistufigen Vertriebsweges zu erhalten, müssen alle Marktpartner an einem Strang ziehen?, sagt der Präsident des Zentralverbandes. ?Ich bin optimistisch, dass der SHK-Großhandel in Sachen EAN auf unsere Linie einschwenken wird.? Spätestens im 2. Quartal 2007 soll nach den Vorstellungen des ZVSHK die EAN im dreistufigen Vertriebsweg etabliert sein.

St. Augustin, 7. Dezember 2006