Benutzeranmeldung

Pressemitteilung

Handwerk wehrt sich gegen Diskriminierung

Förderprogramm zur Vor-Ort-Beratung schließt auch nach Richtlinienänderung Handwerker von der Antragsstellung aus.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED) verurteilt die jüngste Richtlinienänderung im Förderprogramm der ?Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort? als fortgesetzte Diskriminierung des SHK-Handwerks. ?Die im September erfolgte Neufassung der Richtlinien hat nicht die von uns seit 2004 eindringlich geforderte Antragsberechtigung für Gebäudeenergie-berater aus Handwerksunternehmen erbracht?, bedauert Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. ?Das ist gerade gegenüber den zugelassenen Berufsgruppen der Ingenieure und Architekten eine klare Benachteiligung des SHK-Handwerks. Diese Ungleichbehandlung ist durch nichts zu rechtfertigen. Ja, sie ist nach unserer Auffassung verfassungswidrig!? Der ZVSHK wird in den nächsten Wochen gegenüber dem zuständigen Bundesministerium für Wirtschaft nachdrücklich auf eine Nachbesserung der Richtlinienänderung hinwirken. ?Noch sehen wir eine Chance, dass unsere Argumente bei den Entscheidungsträgern im Ministerium endlich Gehör finden?, betont von Bock und Polach. Das SHK-Handwerk erfülle schließlich in gleicher Weise die Anforderungen zur Tätigkeitsausübung des Gebäudeenergieberaters wie Ingenieure und Architekten. Dies sei sogar gutachterlich belegt. Darüber hinaus sieht der ZVSHK durch den Ausschluß des Handwerks den Wettbewerb zwischen den Berufsgruppen verhindert. Dies werde sich bei steigender Nachfrage negativ auf die Qualität und das Preisniveau der Energieberatung vor Ort auswirken.

St. Augustin, 13. November 2006