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Pressemitteilung

16-2009 Sechs-Punkte-Plan für eine nachhaltige Energiepolitik

Energieeinsparprämie als Anreiz für Bauinvestitionen - Impulse zur Verdoppelung des Modernisierungstempos bei Heizungsanlagen

St. Augustin 8. Oktober 2009 In einem "Sechs-Punkte-Plan" hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) den Koalitionsunterhändlern in Berlin Lösungsansätze für eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik vorgelegt. Die oberste Interessenvertretung von Deutschlands Heizungsbauern und Installateuren will mit ihren Vorschlägen im neuen Regierungsprogramm Anreize für Bauinvestitionen verankern.

"Noch besitzt Deutschland im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle in der Gebäude- und Energietechnik. Um diese zu festigen, sollte die neue Bundesregierung bei der Ausgestaltung ihrer Energie- und Umweltpolitik nicht allein auf den Strommarkt schauen", sagt Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Der Wärmemarkt mit seinem veralteten Gebäude- und Anlagenbestand biete große Chancen sowohl für eine Konjunkturbelebung als auch für die von der Europäischen Union bis 2020 erwartete Verwirklichung der  klima-politischen Zielsetzungen Deutschlands. "Mit der von uns vorgeschlagenen Energieeinsparprämie in Ergänzung zum bestehenden Marktanreizprogramm könnte das Modernisierungstempo bei alten Heizungsanlagen verdoppelt werden - von jetzt drei auf sechs Prozent." Mit der Energieeinsparprämie sollen anlagentechnische Modernisierungen wie der Kesseltausch oder die Optimierung von Verteil- und Übergabesystemen bezuschusst werden.

Darüber hinaus rät das SHK-Handwerk den Koalitionspartnern zu einer schnellen marktwirtschaftliche Umsetzung der EU-Vorgaben für ein nationales Energieeffizienzgesetz. "Energiedienstleistungen nutzen dem Klimaschutz. Wirkungsvolle Energieeinsparungen und CO2 Minimierungen gelingen aber nur mit einem breiten Angebot", erläutert Elmar Esser. Es müsse von vornherein ein fairer Wettbewerb zwischen den Anbietern von Energiedienstleistungen gewährleistet sein, um diesen dynamisch wachsenden Markt auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant zu machen. "Das SHK-Handwerk hat bereits zehn konkrete Energiedienstleistungen erarbeitet, darunter den Heizungs-Check zur Ermittlung des energetischen Zustandes einer Heizungsanlage."

Der "Sechs-Punkte-Plan" des ZVSHK enthält ferner die Forderung, auf Anschluss- und Benutzerzwänge für die Wärmeversorgung zu verzichten. Auch spricht sich der Zentralverband für eine Bündelung der energiepolitischen Kompetenzen innerhalb der neuen Bundesregierung aus. Der "Sechs-Punkte-Plan" steht auf der Webseite des ZVSHK in der Presserubrik zum Download bereit.


Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation von 50.000 Handwerksbetrieben mit 270.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizung-, und Klimahandwerks lag 2008 bei 26,7 Milliarden Euro. Der Hauptsitz des Verbandes ist in St. Augustin. In Potsdam unterhält der ZVSHK eine Hauptstadtrepräsentanz.

Kontakt für Rückfragen
Frank Ebisch - Pressesprecher ZVSHK - 02241 / 9299 -114
f.ebisch@zentralverband-shk.de