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Feuchtigkeitsschäden sind vermeidbar!
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Die Veränderungen der bauphysikalischen Eigenschaften der Gebäudeaußenhaut haben besonders großen Einfluss auf das Raumklima. In alten Gebäuden herrschte im Winterfall die niedrigste Temperatur im Raum üblicherweise an der Fensterscheibe. Dort schlug sich die Feuchtigkeit nieder und sammelte sich auf dem Fenstersims; daher wiesen Holzfensterbretter eine Wassersammelrinne auf. Werden diese Fenster durch neue mit wesentlich besseren Wärmedurchgangs- Koeffizienten ersetzt, ist die tiefste Temperatur im Raum nicht mehr an den Fenstern, sondern beispielsweise an nicht wärmegedämmten Betonträgern oder ähnlichen Wärmebrücken festzustellen. Zur Verhinderung von Kondensation und somit von Feuchtigkeitsschäden an diesen Stellen ist eine möglichst gleichmäßige Innenoberflächentemperatur an allen Raumbegrenzungsflächen und eine nicht zu hohe Raumluftfeuchte anzustreben. Während durch effektive Wärmedämmung der Transmissionswärmeverlust durch die Raumbegrenzungsflächen sehr stark absinkt, bleibt der Lüftungswärmebedarf konstant. Unabhängig von der Art des Luftaustausches ist bei vorgegebenem Luftwechsel eine bestimmte Energiemenge erforderlich, um die Frischluft von Außentemperatur auf Raumtemperatur zu erwärmen. Der erforderliche Luftwechsel kann nicht nur anhand der Personenbelegung festgelegt werden, da weitere Geruchs- und Schadstoffquellen in den Räumen vorhanden sind. In Wohngebäuden sollte er daher bei ca. 0,8-fach pro Stunde liegen. Dies bedeutet, daß pro 100 m3 Rauminhalt 80 m3 je Stunde Frischluft zugeführt werden sollten.

Der Vergleich des Lüftungswärmebedarfes mit dem Transmissionswärmebedarf, d.h. der Wärme, die zur Deckung der Verluste durch Lüftung bzw. Transmission notwendig ist, verdeutlicht, dass ersterer vor allem in modernen Niedrigenergiehäusern die dominierende Größe darstellt. Da die Fensterlüftung somit für ein gemäß heutigen Standards gedämmtes Gebäude wohl als unzureichend zu betrachten ist, sowie unter Umständen Bemühungen zur Energieeinsparung durch Wärmedämmung zunichte macht, ist es energetisch sinnvoll, die mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung in die Betrachtungen einzubeziehen.